Drohnen können zur Bedrohung werden - etwa, wenn sie Flugzeugen zu nah kommen. Oder ausgestattet mit Sprengstoff als Waffe. Was also tun? Abschießen mit einer Laserkanone oder einfangen mit einem Netz sind Optionen.

Drohnen (zum Beispiel Multicopter) können zur Gefahr werden:

Sicherheitsbehörden und Unternehmen entwickeln deshalb Konzepte, um Drohnen im Zweifelsfall vom Himmel zu holen, ohne dass sie zur Gefahr für Menschen werden:

Drohne erkennen

Der erste Ansatz: Drohnen früh erkennen. Mit bloßem Auge sind sie in 50 Metern oder noch größerer Entfernung kaum zu erkennen. Drohnenabwehrsysteme bedienen sich deshalb einer Kombination aus verschiedenen Sensoren, Kameras, Radarbilder, Funkempfängern und Mikrofonen, die Drohnen aufspüren. Wenn es gut läuft, können sie damit fast alle anfliegenden Drohnen in spätestens 100 bis 200 Metern Entfernung erkennen.

Drohne abschießen

Fliegt die Drohne über einem freien Feld und ist weit und breit niemand zu sehen, wird sie aber trotzdem als Gefahr eingestuft, wird sie im Zweifelsfall einfach abgeschossen - zum Beispiel mit Luftabwehrgeschützen oder Laserkanonen.

Drohne einfangen

Bei öffentlichen Veranstaltungen oder im Fußballstadion wäre der Abschuss nicht das Mittel der Wahl, weil man riskiert, dass die Trümmer jemandem auf den Kopf fallen. Sinnvoller ist es also, die Drohne mit einem Netz einzufangen. Verheddert sich die Drohne darin, könnte sie ebenfalls abstürzen und zur Gefahr werden. Die Alternative: Eine größere Drohne fliegt in den Himmel, fängt die Gefährder-Drohne mit einem Netz ein und bringt diese sicher und kontrolliert zu Boden.

Kontrolle über Drohne übernehmen

Eine elegante Methode ganz ohne Netz ist die Übernahme der Drohnen-Steuerung, zum Beispiel per WLAN. Das passiert auf unterschiedlichen Wegen, aber das Ergebnis ist das gleiche: Die zur Gefahr gewordene Drohne landet kontrolliert an einem unkritischen Ort.