Arsch hoch, das rät Gregor Iwanoff seinen Kunden. Er ist Personal Coach für Training und kennt sehr gut den inneren Schweinehund. Denn eigentlich ist Gregor selbst ein Sportmuffel. Vor etwa zehn Jahren hat er sein Leben umgekrempelt und jetzt ist er sogar Multisportathlet.

Den Körper optimieren, das klingt erst einmal nach Erfolgsstreben und wenig Spaß. Aber darum geht es Gregor Iwanoff nicht. Der 39-Jährige hat für sich über Sport und Bewegung Ausgleich und Wohlbefinden (neu) entdeckt. Er hat damit beruflich Karriere gemacht, aber auch Unglaubliches erlebt.

Die Begeisterung will er an seine Kunden weitergeben. Denn Gregor ist Personal Coach für Training. Er ist ein strenger Coach, lässt keine faulen Ausreden zu. Gregor kennt die alle viel zu gut und weiß, dass es eben Ausreden sind.

"Ich bin im tiefsten Kern faul. Aber ich habe Wege gefunden, diese Lethargie zu überwinden. Bis heute. Ich muss mich nämlich immer noch in den Hintern treten, um mein Sportpensum zu schaffen."

"Der Weg ist das Ziel", sagt Gregor. Sport soll Spaß machen. Zum Beispiel beim Laufen durch den Park geht es auch darum, sich im Kopf frei zu fühlen und neue Ideen zu entwickeln. Der Weg ist also das Ziel. Gregor hat auch eine Wegstrecke zurückgelegt: Nach einer Gelenkerkrankung hat er für zehn Jahre keinen Sport mehr gemacht. Nach dem Studium fing er dann mit einem Job in der Musikbranche an - recht erfolgreich und alles ganz aufregend. Dennoch: Mit etwa 30 kam nicht die Krise, sondern einfach der Wunsch was zu ändern.

Coach, Multiathlet und Schulberater

Gregor sattelt um. Er studiert ultraschnell Sport und Deutsch auf Lehramt. Wird Lehrer und steht nicht mehr Stars, sondern Schülern gegenüber. Das macht er bis heute, wenn auch seltener. Er berät Schulen in Nordrhein-Westfalen beim Schulsport und arbeitet als Coach.

Gregor macht aber auch extremen Ausdauersport - das hat dann nichts mehr mit Spaß zu tun, sondern mit sich Durchbeißen. Gerade trainiert er für den Bike Transalp per Mountainbike - sieben Tage, sieben Marathons. Gregor ist auch schon durch die Arktis gewandert. Trainiert hat er dafür auf seine eigene Art: Er hat Autoreifen durch den Park hinter sich hergezogen - befestigt durch eine Bandage um die Hüften. Das war ein sehr gutes Training, sehr gelenkschonend. Nur die Leute, die haben etwas komisch geschaut, so Gregor.

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