Fleetwood Mac hatten eigentlich vor 40 Jahren ihre große Zeit. Jetzt hat aber TikTik dafür gesorgt, dass ein 43 Jahre alter Song der Band wieder in den Charts steht.

Schuld ist das Video vom TokTok-User @420doggface208: In seinem Video skatet er sehr entspannt eine Straße entlang, in der Hand eine Flasche Cranberry-Saft. Die Sonne geht langsam auf, dazu macht er eine Lipsync zu Fleetwood Macs Song "Dreams". "Das ist einfach superlässig alles, es passt perfekt", findet Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke van de Weyer.

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Das gechillte Video ist viral gegangen, jetzt freuen sich alle auf TikTok, Youtube und anderswo darüber, dass der 43 Jahre alte Song gefeiert wird. Inzwischen ist "Dreams" auf Platz 12 der US-Charts geklettert. "Das ist schon echt ein neues Phänomen ist", sagt Anke van de Weyer. "Normalerweise kommen ältere Songs auf anderen Wegen wieder in die Charts."

Die Klassiker hierbei sind natürlich Mariah Carey oder Wham, die jedes Jahr zu Weihnachten mit ihren Christmas-Songs in die Charts poltern. Ähnlich funktioniert es, wenn ältere Songs in Filmen vorkommen oder in der Werbung.

TikTok macht Songs berühmt

Dass TikTok einen Song zu neuer Berühmtheit verhelfen kann, ist also ungewöhnlich. Aber das zeigt: Wenn ein Song nun bei TikTok erfolgreich ist, dann geht der auch in den Charts ab. Das dürfte Nachahmer auf den Plan rufen, meint Anke: "Wahrscheinlich wird in Zukunft immer mehr versucht, Songs quasi darauf zu programmieren, dass sie bei TikTok erfolgreich sind."

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Bei Fleetwood Macs "Dreams" dürfte aber nichts geplant gewesen sein: "Ich glaube schon, dass das auch einfach Zufall war, dass gerade dieser Song von Fleetwood Mac unterlegt war", sagt Anke von de Weyer. "Das hätte vielleicht auch mit einem anderen Song funktioniert."

Andere gehen das schon professioneller an. "Ein Song muss irgendwas haben, dass die Leute zum Interagieren bringt", sagt Anke. Bei Drakes Hit "Toosie Slide" etwa ist die Dance Challenge schon in der Hook vorgegeben. Auch wenn das geplant war, hat es perfekt funktioniert.

"Vielleicht ist es aber noch ein bisschen schöner, wenn so was so total ungeplant passiert", meint Anke van de Weyer, "wie jetzt bei Fleetwood Mac".