Im Staples Center in Los Angeles sind in der Nacht zum 58. Mal die Grammy Awards vergeben worden. Kendrick Lamar war elf Mal nominiert und hat fünf Grammys gewonnen. Auch Taylor Swift und die Alabama Shakes (Foto) durften sich freuen.

Es war ein packender Auftritt von Kendrick Lamar. Er erinnerte an die schwarze Bürgerrechtsbewegung, begann in einem Gefängnis und kam dann vor einem riesigen Lagerfeuer zum Höhepunkt. "Kendrick Lamar sollte nächstes Jahr einfach die ganze Show machen", kommentierte die New York Times.

"Ich liebe Dich Kendrick, Du bist unglaublich!"
Adele während der Verleihung

Er kam mit Ketten und im Gefängnis-Outfit auf die Bühne. Bei ihm geht es um Polizeigewalt und Rassismus - um junge Schwarze, die in Compton aufwachsen. Dort kommt Lamar her. Im zweiten Teil seines Auftritts wurde auf der Bühne ein Riesenlagerfeuer entfacht.

"Da ging es um seine Wurzeln. Es ist wirklich eine Leistung, das nicht peinlich werden zu lassen."
Nicole Markwald, DRadio-Wissen-Reporterin Los Angeles

Nach dem Auftritt gab es auch eine Twitterbotschaft aus dem Weißen Haus. Barack Obama ist großer Fan von Kendrick Lamar.

Eine Enttäuschung war, wenn überhaupt, dass er nicht in der Kategorie "Album des Jahres" abgeräumt hat. Die Auszeichnung in der Königskategorie ging erneut an Taylor Swift, die auch für das beste Popalbum und das beste Video ausgezeichnet wurde.

"Taylor Swift ist die erste Frau, die zum zweiten Mal einen Grammy für das Album des Jahres bekommen hat."
Nicole Markwald

Lady Bowie

Dass die Alabama Shakes gleich drei Grammys abräumen, war eine Überraschung, sagt unsere Reporterin Nicole Markwald. Außerdem gab’s noch eine David-Bowie-Hommage von Lady Gaga: Sie hat seinen Hosenanzug getragen.

"Lady Gaga sah fantastisch aus, man hat eine Seite an ihr kennengelernt, die man so noch nicht gesehen hat."
Nicole Markwald