Voller Kleiderschrank, trotzdem nichts anzuziehen. Kennen wir alle. Modebloggerin Anuschka Rees hat Tipps, wie wir uns die Entscheidung leichter machen und unsere Nachhaltigkeit beim Klamottenkauf etwas steigern können.

Ein voller Kleiderschrank kostet Zeit. Wir müssen uns schließlich erst durch den ganzen Krempel wühlen, den wir sowieso nie anziehen, aber trotzdem behalten. Die Modebloggerin Anuschka Rees empfiehlt in ihrem Buch "Das Kleiderschrankprojekt": Ausmisten, und zwar ganz bewusst.

"Alles raus aus dem Kleiderschrank, jedes Teil anprobieren und überlegen: Wann hatte ich es das letzte Mal an?"
Anuschka Rees, Modebloggerin

Alles, was wir aussortiert haben, sollten wir uns genau anschauen, sagt Anuschka. Was unterscheidet das T-Shirt, das wir gerne tragen, von dem, das wir aussortiert haben? Möglicherweise ist es die Farbe, das Material, der Schnitt oder der Stil? Wenn wir verstanden haben, was uns gefällt und was wir nicht mögen, können wir ganz anders einkaufen.

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Mit unserem eigenen Stil im Kopf können wir gezielter Kleidung kaufen, sagt Anuschka. Wir hätten verlernt, richtig einzukaufen: Weil Kleidung so günstig geworden ist, neigen wir dazu, uns sehr schnell für ein Kleid, Shirt oder Jacke zu entscheiden.

Aber weil wir so wenig darüber nachdenken, übersehen wir schnell, dass uns ein Stück vielleicht doch nicht gut gefällt oder eigentlich gar nicht zu uns und unseren anderen Kleidungsstücken passt, sagt Anuschka.

"Stil bedeutet nichts anders als: Das ist meine Präferenz."
Anuschka Rees, Modebloggerin

Anuschkas Tipp deshalb: Schon beim Kaufen darüber nachdenken, wie wir das neue T-Shirt kombinieren könnten. Nur, wenn uns direkt zwei oder drei Outfits einfallen, zu denen wir das Shirt tragen könnten, sollten wir es kaufen.

Weniger ist mehr

Minimalismus im Kleiderschrank muss aber nicht automatisch nachhaltig sein. Denn dieser Trend kurbele auch unsere Wegwerfmentalität an. Wenn es darauf hinauslaufe, dass wir alle drei Monate die Hälfte unseres Kleiderschranks wegwerfen, hat es nichts mit Nachhaltigkeit zu tun, sagt Anuschka. Sie betont deshalb: Kleidung nicht direkt wegwerfen, sondern spenden oder weiterverkaufen.