150 Modemarken, darunter große Modeketten und Luxus-Labels, haben sich beim Fashion Pact verpflichtet, für die Produktion erneuerbare Energien zu nutzen und bis 2050 CO2-neutral zu produzieren.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat im Vorfeld des G7-Gipfels die Ziele niedrig gesteckt und am Ende doch Beachtliches erreicht. Auf seine Initiative hin, haben sich 150 Modemarken zum Fashion Pact verpflichtet, den er beim G7-Gipfel in Biarritz vorgestellt hat.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Bei dem Mode-Pakt machen Modeketten wie H&M oder Zara, aber auch Luxus-Labels wie Chanel, Prada oder Burberry und Streetware-Firmen wie Puma, Adidas oder Nike mit. Beteiligt sind 32 Konzerne mit insgesamt 150 Marken.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Der Pakt wurde von François-Henri Pinault, der Chef des Kering-Konzerns, zu dem Marken wie Gucci, Saint Laurent und Alexander McQueen gehören, ins Leben gerufen. Wesentlicher Kern des Pakts sind drei Bereiche, die durch Maßnahmen geschützt werden sollen: Klima, Biodiversität und Ozeane, berichtet Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Anke van de Weyer.

"Mit Blick darauf, dass die Modeindustrie einer der schmutzigsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweige überhaupt ist, ist es dringend notwendig, nicht länger kleineren Labels die Vorreiterrolle zu überlassen."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Ziel des Paktes ist, mit einer nachhaltigen Modeproduktion zum Klimaschutz und der Erhaltung der Ozeane und der Biodiversität beizutragen. Um das zu erreichen, haben sich die Marken auf bislang zwei konkrete Ziele geeinigt. Sie wollen ihre Modeproduktion bis 2030 auf Erneuerbare Energien umstellen. Bis 2050 wollen sie ihre CO2-Emissionen auf null bringen. Außerdem haben sie sich verpflichtet, bei den Rohstoffen auf Nachhaltigkeit zu achten.

Mode-Produktion soll keine Ökosysteme belasten

Bei der Gewinnung der Rohstoffe soll darauf geachtet werden, dass Produktionsketten unterstützt werden, die Ökosysteme bewahren. Außerdem sollen Materialien verwendet werden, die nicht Artenvielfalt und Ökosysteme belasten.

"Die Punkte sind etwas diffus ausgedrückt und man fragt sich schon, was das jetzt genau heißen soll."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Um die Ozeane zu schützen, wollen die Marken bis 2030 auf Einwegplastik bei den Verpackungen verzichten. Außerdem wollen die Marken Organisationen unterstützen, die das Plastik wieder aus den Ozeanen herausholen.

Konsumenten über Mikroplastik aufklären

Zusätzlich planen sie, ihre Käuferinnen und Käufer darüber aufzuklären, wie sie vermeiden können, dass Mikroplastik über die Wäsche ins Wasser gelangt.

Bei den verschiedenen Schritten wollen die Marken zusammenarbeiten beispielsweise in Bezug auf die Zertifizierung. Derzeit gibt es viele verschiedene Nachhaltigkeitslabels, die für Verwirrung sorgen. Aus diesem Grund will beispielsweise die Bundesregierung im September den "Grünen Knopf" als erstes staatliches Siegel für nachhaltige Kleidung einführen.

Nachhaltigkeit zertifizieren

Bei der Zusammenarbeit der Mode-Pakt-Mitglieder geht es darum, die komplette Produktionskette eines Kleidungsstücks nachzuverfolgen, um es zertifizieren zu können. Das Problem für manche Unternehmen: Sie wissen teilweise selbst nicht, in welcher Fabrik ihre Kleidung hergestellt wird.