Die Bewerberzahlen bei Journalistenschulen gehen immer weiter zurück. Und abseits der Metropolen sieht es noch schlimmer aus: Viele Zeitungen können ihre Volontärstellen kaum noch besetzen. Ist Journalismus out?

"Was willst du mit deinem Studium machen?" – "Irgendwas mit Medien." Oft gehört und zitiert, prägte diese Wendung die Millennials. Doch in den letzten Jahren ist ein Wandel bei der jüngeren Generation zu beobachten: Renommierte Journalistenschulen und Rundfunkanstalten erhalten insgesamt weniger Bewerbungen, selbst in den Redaktionen in großen Metropolen tuschelt man hinter vorgehaltener Hand, die Qualität der Bewerbungen sei in den letzten Jahren zurückgegangen.

Medienhäusern fehlt Nachwuchs

Noch dramatischer sieht es auf dem Land aus: Abseits von Berlin, München, Hamburg oder Köln haben Chefredakteure große Schwierigkeiten, geeigneten Nachwuchs zu finden. Die Zeiten, in denen die Bewerbungen von alleine kamen, scheinen vorbei zu sein. Das Thema sollte sehr ernst genommen werden, mahnt Anke Vehmeier von der Bundeszentrale für politische Bildung. Denn schließlich gehe es auch um die Zukunft der Medienmarken.

"Die Volontärausbildung sollte sich neu erfinden. Ausbildungsredakteure sollten die Stärken des Nachwuchses mit Blick auf spätere Führungspositionen fördern."
Anke Vehmeier, Leiterin Lokaljournalistenprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung

Ist Journalismus uncool geworden? Für welche Jobs entscheiden sich Berufsanfänger stattdessen? Und was können Medien tun, um auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber zu gelten? Darüber sprechen Daniel Fiene und Herr Pähler mit ihren Gästen.

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