"I’m so needy". Darüber singt nicht nur Ariana Grande. Aber was steckt hinter needy oder bedürftig sein. Und warum verbinden wir needy people manchmal mit nervigem Klammern und werten das ab? Eine Stunde Liebe sucht nach Antworten, warum wir uns manchmal so intensiv nach Nähe, Aufmerksamkeit oder Sex sehnen.

In Eine Stunde Liebe erzählen Hörerinnen und Hörer, wann sie needy sind – und wonach. Zum Beispiel erzählt Laura, wie sie reagiert, wenn sie auf eine Date-Anfrage einfach keine Antwort bekommt. Sie steigert sich rein und reagiert dann sauer.

"Du schreibst und kriegst keine Response auf eine Date-Anfrage. Da steigere ich mich rein, blockiere die Person und reagiere total blöd, nur weil ich eine Antwort haben will."
Laura erklärt, wie das ist, wenn sie needy ist.

Der Düsseldorfer Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Fahrettin Nastradin verrät, was aus professioneller Sicht hinter "Needysein" stecken kann, welche Rolle soziale Medien spielen. Und warum "Needysein" keine professionelle Diagnose darstellt. Denn eine Bedürftigkeit nach Bindung und sozialen Kontakten ist ganz normal.

"Wir haben ein angeborenes Bedürfnis nach Bindung und sozialen Kontakten. Daher ist Bedürftigkeit grundsätzlich erst mal ganz normal."
Fahrettin Nastradin, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut

Im Liebestagebuch erzählt Sophie (Name geändert) von ihrer offenen, polyamoren Beziehung – und warum sie manchmal doch damit liebäugelt, monogam zu leben.