Sterne-Koch Nelson Müller ist bei uns und spricht über die dritte Staffel seiner Koch-Casting-Show "Master Chef". Katharina Thalbach ist da, sie spielt eine der Hauptrollen in der Udo-Jügens-Musical-Verfilmung "Ich war noch niemals in New York", und wir sprechen mit Jamie Bell, der in "Skin" den ehemals ultra-rechten und heute Ex-Neonazi Bryon Widner spielt.

Sternekoch Nelson Müller kennen viele aus der ZDF-Kochshow "Küchenschlacht". Parallel macht er - jetzt in der dritten Staffel - aber auch die Koch-Casting-Show "Master Chef" bei Sky zusammen mit seinem Kollegen Ralf Zacherl. Mit ihm sprechen wir übers Kochen im Fernsehen, über seine zwei Restaurants in Essen (kein Wortwitz) und wie er das alles unter eine Kochmütze bekommt (Wortwitz).

Ganz viel liebevolle Selbstironie

Katharina Thalbach, Schauspiel-, Theater- und Opern-Regie-Legende ist auch bei uns. Sie spielt ab dieser Woche in Philipp Stölzls Musical-Verfilmung "Ich war noch niemals in New York" eine der Hauptrollen. Als nach einem Sturz leicht verwirrte Amnesie-Patientin landet sie etwas unfreiwillig auf einem Kreuzfahrtschiff, das Richtung New York ablegt. Ihre Tochter (Heike Makatsch) und weitere, illustre Typinnen und Typen sind ebenfalls mit an Bord und stiften Unruhe (Moritz Bleibtreu, Uwe Ochsenknecht u.a.).

Eine Musical-Verfilmung mit wahnsinnig viel Herz, mit ganz viel liebevoller Selbstironie (ohne Zynismus), eine Persiflage und Hommage der Musikfilme der 50er, 60er Jahre. Knallbunt und ordentlich übertrieben, aber nie unangenehm kitschig: wir sprechen mit der spielenden, singenden, tanzenden Kathi Thalbach darüber.

Vorträge unter permanenten Morddrohungen

Bryon Widner war Anfang der 2000er einer der vom FBI meist gesuchten Neonazis Amerikas. Bestens vernetzt in der Szene und mitverantwortlich für einige, brutale Anschläge gegen Minderheiten. Dann plötzlich Widners Wunsch: ich will hier raus, komplett. Zeugenschutz, Kronzeugen-Regelung, das volle Programm, inklusiv Jahre dauernder Entfernung sämtlicher Nazi-Tattoos, einige davon über das gesamte Gesicht verteilt.

Heute hält Widner Voträge an Schulen gegen Rechtsextremismus, arbeitet seit Jahren gegen die gesamte rechte Szene - unter permanenten Moddrohungen. Jetzt spielt ihn Jamie Bell im Kino, in "Skin", es geht vor allem um die Zeit um 2005, 2006, als Widner sich entschloss, aus der Neonazi-Szene auszusteigen. Vorgestellt auf der Berlinale, jetzt im Kino: eine ultra-krasse Rolle für Jamie Bell, mit dem wir darüber sprechen.