Kampf, Flucht und Erstarren sind bekannte Reaktionen des Nervensystems auf Gefahr oder akuten Stress. Diese drei wurden um eine vierte Reaktion ergänzt: Fawning. Dabei geht es um Anpassung und Unterwerfung. Wir können aber lernen, Grenzen zu setzen.
Konfliktvermeidung, starke Anpassung oder immer die Bedürfnisse anderer im Blick haben statt die eigenen können ein Zeichen für Fawning sein. Das ist eine Überlebens- und Bewältigungsreaktion auf Bedrohung.
"Wenn eine Person in einer gefährlichen Situation weder kämpfen noch fliehen kann, versucht das Gehirn Sicherheit auf einem anderen Weg: durch Anpassung, Unterwerfung und Gefälligkeit gegenüber der Bedrohungsquelle."
"Der Begriff wurde 2013 vom Psychotherapeuten Pete Walker geprägt und beschreibt die vierte Traumareaktion neben Kampf, Flucht und Erstarren", erklärt Psychotherapeutin Main Huong. Fawning ist eine automatische, unbewusste Reaktion des Nervensystems – keine bewusste Entscheidung und unterscheidet sich somit vom People Pleasing.
Die Bedeutung von Fawning
Diese Achtsam schaut zudem darauf, wie Anpassung auch hilfreich sein kann und wie wir lernen, Grenzen zu setzen.
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