Noch vor Berlinale und Filmfestspielen in Cannes, und lange vor Venedig und Toronoto, kommt Saarbrücken: Der Max-Ophüls-Preis ist das erste namhafte Filmfest des Jahres. Spielfilme, Dokumentationen, mittellange und Kurzfilme werden jedes Jahr gezeigt: vor allem von jungen Filmemachern. Wir hören uns um, was der 2019er-Jahrgang kann.

Kerstin Gallmeyer ist seit der Eröffnung gestern Abend (14. Januar) für uns in Saarbrücken unterwegs und hat schon die ersten prominenten Schauspielerinnen des Festivals getroffen: Schauspieler Ronald Zehrfeld zum Beispiel, einer der Hauptdarsteller im Eröffnungsfilm "Das Ende der Wahrheit", ein Polit-Thriller des 39-jährigen Regisseurs Philipp Leinemann. Der Ehrenpreis des MOP ging zur Eröffnung an Schauspielerin und Filmakademie-Chefin Iris Berben, bis Samstag (20.01.2019) läuft das Festival. Und zeigt sich in diesem Jahr thematisch sehr divers: Zum Polit-Thriller gesellen sich unter anderem ein Zombie-Massaker, ein Land-Idyll-Film und ein Science-Fiction-Abenteuer.

Die Trilogie ist komplett

Gut 18 Jahre hat es gedauert, bis Horror-Thriller-Fantasy-Spezialist M. Night Shayamalan seine Trilogie fertigbekommen hat: nach "Unbreakable" (2000) und "Split" (2016) kommt nun endlich mit "Glass" der Abschluss der Trilogie in die Kinos. Hier verbindet Shayamalan die Ereignisse aus den beiden Vorgängern miteinander. Wie schon in "Unbreakable" haben wir es wieder mit dem angeblich unverwundbaren David Dunn (Bruce Willis) zu tun, ebenfalls wieder aus dem Off gelenkt und gesteuert vom hyperintelligenten Mr. Glass (Samuel L. Jackson). 

Aus "Split" kommt Kevin Wendell Crumb hinzu (James McAvoy), auch bekannt als "Die Bestie". Ein psychisch höchst gestörter Killer mit insgesamt 23 unterschiedlichen Persönlichkeiten. Diese drei Figuren werden nun in einem bizarren, psychologischen Experiment miteinander vereint: So geht Psycho-Horror-Fantasy-Chaos auf der Leinwand.

Die ewige Mary

Maria Stuart war schon einige Male Thema auf unterschiedlichsten Leinwänden, kaum eine historische Frauenfigur hat derart viele Filmemacher inspiriert - vielleicht abgesehen von Kleopatra und Jeanne d`Arc. Dieses Mal hat sich Josie Rourke der Story angenommen, es ist ihr erster Spielfilm als Regisseurin, sie ist eigentlich künstlerische Leiterin am Theater. Für die Hauptrollen konnte sie trotzdem zwei Hollywood-Hochkaräter gewinnen: Saoirse Ronan als Maria und Margot Robbie als deren Widersacherin, Königin Elisabeth I.