Am Donnerstag kommt der zweite Teil von Lars von Triers „Nymph()maniac“ bei uns in die Kinos. Ein guter Anlass, um über Sex im Film zu reden. Wo gehen nackte Haut und die Darstellung von Geschlechtsverkehr klar, wo ist es reine Effekthascherei, wo nervt es nur noch? Und wie explizit müssen, dürfen und können Sex-Szenen in Kinofilmen überhaupt sein?

Regisseur Lars von Trier polarisiert, gar keine Frage. Mit Filmen wie "Antichrist", "Melancholia" oder zuletzt "Nymph()maniac Volume I" spaltet er die Kinogänger in die, die seine Filme lieben und die, die sie hassen oder nichts damit anfangen können. Die Darstellungsformen gehen oft ins Extreme, oft haben sie mit der Verbindung aus Sex und Gewalt zu tun, so auch ganz extrem im zweiten Teil von "Nymphomaniac", der am 3. April in den Kinos startet. Hier sehen wir wieder Charlotte Gainsbourg als Erzählerin Joe, die dem Asexuellen Seligman (Stellan Skarsgard) von ihren sexuellen Abenteuern erzählt. Aus der Perspektive einer Frau, die sich selbst als Nymphomanin bezeichnet und sich in diesem zweiten Teil mehr und mehr von masochistischen Fantasien leiten lässt, sich teilweise blutig peitschen lässt auf der Suche nach sich selbst.

Sex im Film

Wie notwendig, erlaubt, gewünscht oder überflüssig die explizite Darstellung von Sex-Szenen ist, darüber reden wir heute, unter anderem mit der Co-Produzentin von "Nymph()maniac", der Geschäftsführerin der Kölner Filmfirma Heimatfilm, und mit Sabine Seifert von der FSK, der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Eure Meinung ist natürlich auch gefragt: Wo findet Ihr die filmische Darstellung von Sex in Ordnung oder sogar notwendig, wo ist die reine Effekthascherei und wo nervt sie vielleicht sogar? Kleiner Tipp – nur um es gesagt zu haben: Pornos sind in diesem Fall raus! Schreibt uns: mail@dradiowissen.de oder über die sozialen Netzwerke.

Außerdem sprechen wir über zwei weitere Filmstarts vom Donnerstag. "Snowpiercer" startet, ein Science-Fiction-Thriller mit John Hurt, Tilda Swinton und Chris Evans über einen Zug, der im ewigen Eis die einzige Heimat der noch verbliebenen Menschen auf der Erde ist. Die einzelnen Gesellschafts-Schichten strikt und brutal eingeteilt in die jeweiligen Waggons: von hinten nach vorne, von ganz arm bis ganz reich. Auch neu im Kino ist "Auge um Auge", ein Actionthriller in dem sich ein großer Bruder (Christian Bale) auf die Suche nach seinem kleinen Bruder (Casey Affleck) macht, nachdem der spurlos im Dunstkreis eines übermächtigen Unterweltbosses (Woody Harrelson) verschwunden ist.

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