2015 wird alles gut. Die Raumsonde Philae wacht auf und schickt uns Fotos von grünen Männchen. Prinz William verträgt sich mit China, die Lokführer mit ihrem Arbeitgeber. Und die Antwort auf die Frage "Gibt es Gott?" führt endlich zum Weltfrieden. Wir können auch gut, wir müssen nur wollen. Frohes Neues Jahr.

Eine Redaktionskonferenz mit Sven Preger.

1. Gute Forschung: Hilfe von grünen Männchen

Am 12. November landete Philae auf dem Kometen 67P. Der Mess-Apparat konnte einige wissenschaftliche Untersuchungen durchführen und die Daten zur Erde übermitteln - dafür wurde der Kometenlander einst losgeschickt. Nach gut zwei Tagen allerdings ging die Energie zur Neige, denn Philae ist im Schatten gelandet, und die Sonne erreicht ihre Solarzellen nicht.

Von Glück könnten wir sprechen, wenn es auf dem Kometen Leben gäbe - und das dann auch noch in der Lage wäre, Philae an einen anderen Ort zu transportieren. Einen Ort, an dem es warm und hell ist und der Philae mit Energie versorgt. DRadio-Wissen-Autor Dirk Lorenzen glaubt: Im Jahr 2015 werden wir noch einiges von Philae und der Muttersonde Rosetta hören.

Dirk Lorenzen
"Der riesen Schlag Sahne oben drauf: Die Landung von Philae."

2. Gute Musik: Die Neuen müssen ran

Unsere Musikredakteurin Yoko Rahmun hat für 2015 drei Newcomer-Tipps parat:

  • Der junge Singer-Songwirter James Bay wurde entdeckt, weil ein Fan ein Video einem Auftritt in einer Kneipe gepostet hat. Inzwischen ist die Fan-Base so groß, dass Kneipen nicht mehr ausreichen. Besonderer Ohrwurm: Seine Single "Hold Back the River".
  • Wolf Alice wird es wohl nicht in den Charts schaffen, sagt Yoko. Die Band hebt sich aber ab von den vielen College-Rock-Schrammel-Bands und hat durchaus das Potential, den Grunge zu entstauben.
  • Die 18-Jährige Låpsley hat ihren ersten Song mit zwölf geschrieben und noch früher angefangen Klavier, Oboe und Gitarre zu spielen. Monatelang hat sie Youtube-Video aus ihrem Kinderzimmer gepostet, dann wurde es professioneller auf Soundcloud. Ihr zweiter Live-Auftritt war direkt auf dem bekannten Glastonbury-Festival.
Yoko Rahmun
"'Hold Back the River' ist ein Song, der sofort hängen bleibt."

3. Gute Vorzeichen: Die Sterne wissen es vorher

Heidi Klum und Vito Schnabel
© dpa
"Da ist Zündstoff drin", sagt Astrologe Reimer über die Beziehung von Heidi und Vito.

"Wir können auch gut", könnten sich Promi-Paare wie Beyonce und Jay Z oder Heidi Klum und Vito Schnabel sagen - und zwar gut miteinander. Sie müssten sich nur auf ihre Stärken in ihren Beziehungen besinnen und die Schwächen kennen. Astrologe Jan Reimer kennt sie.

So erkennt er im Sternenbild von Beyonce, dass sie die Bereitschaft hat, sich partnerschaftlich dominieren zu lassen. Jay Z sei bestimmend. Die Partnerschaft könne deshalb dann reizvoll sein, wenn Beyonce es schafft, sich abzugrenzen.

Bei Heidi Klum und Vito Schnabel liegt die Schwierigkeit in erster Linie im Altersunterschied. Er ist Ende 20, sie Anfang 40 - laut Jan Reimer beides schwierige Zeiträume. Mit Ende 20 spricht man auch von der "zweiten Geburt", und Anfang 40 sei ein gutes Alter, um seine zweite Lebenshälfte zu planen. "Beide wollen gerade Zukunft gestalten", sagt Reimer.

Die Beziehung an sich überrascht ihn nicht. Eine Liebe mit großem Altersunterschied sei bei Heidi in den Sternen schon angelegt.

Jan Reimer
"Die beiden wollen ihre Zukunft gestalten."

4. Gutes Vorhaben: Der Müll aus den Meeren muss weg

Laut den Vereinten Nationen gelangen jedes Jahr rund 6,4 Millionen Tonnen Plastik-Abfälle in die Ozeane. Manchmal bildet er Strudel, die fortwährend auf dem Wasser seine Runden dreht.

Es gibt Ideen, wie wir den Müll da weg bekommen: Man könnte eine lange Fangbarriere bauen, die den Müll fest umschließt, von Schiffen würde er dann abgeholt. Alternativ werden Mikroben auf dem Müll platziert, die ihn auffressen. Und damit gar nicht erst neuer Müll entsteht, könnten wir alle zum Beispiel auf Plastiktüten und unnötige Verpackung verzichten. Stephan Beuting berichtet: Das alles ist leider nicht sonderlich wahrscheinlich. Für 2015 heißt es bei diesem Thema also wieder einmal: Wir könnten auch gut. Konjunktiv.

Stephan Beuting
"Dieser Beitrag konnte ohne Einbeziehung von Einwegtüten entstehen."

Was noch mehr (potentielles) Gutes im Jahr 2015 passiert, erfahrt ihr in der Gesamtsendung (ganz oben auf "hören" klicken).