In Uganda werden News gerappt. Und die Crew von NewzBeat wagt sich auch an Themen heran, die sonst in dem afrikanischen Land tabu sind.

Wir suchen Tapfertypen - und schicken Euch mit der Hilfsorganisation Viva Con Agua zum Brunnenbauen nach Uganda - und davon erzählt Ihr uns dann im Programm. Was ist das für Land? Ein aufregendes, ein armes und ein abgefahrenes. Und in Uganda gibt es gerappte Nachrichten, die Newz Beat.

Es gibt einen Youtubekanal und Newz Beat wird in Uganda auch im Fernsehen gezeigt. Normalerweise werden vier Themen von vier bis fünf Minuten pro Episode gerappt. Es geht um lokale, regionale und internationale Themen, um Malaria, die Krimkrise oder die Vorwahlen in den USA. Gerappt wird auf Englisch oder auch in der Landessprache Luganda.

Die drei Hosts nennen sich Rap-orter: Sharon Bwogi, die "Queen of HipHop" in Uganda, die unter dem Namen Lady Slyke auftritt. Dann ist da Daniel Kisekka, der sich Survivor nennt und Zoe Kabuye oder MC Loy, die gerade mal 15 ist. Das Programm will ausdrücklich Diversität, also Vielfalt, und Minderheiten fördern, hat Lady Slyke dem "Guardian" erzählt. Und so sind selbst Homophobie oder Korruption keine Tabuthemen.

Hartes Leben für Journalisten

Grundsätzlich steht es nicht gut um die Presse in Uganda. Beim Index für Pressefreiheit belegt das Land nur Platz 97 von 180. Und das Uganda Human Rights Network for Journalists, das sich für die Rechte von Journalisten einsetzt, hat festgestellt: 2014 gab es mehr als 100 Fälle, in denen die Arbeit von Journalisten behindert wurde - und zwar oft von Polizei oder den Behörden. NewzBeat würde gerne in ganz Afrika rappen. In Tansania gibt es auch schon ein paar Folgen. Und auch in Senegal werden die News gerappt - allerdings von einer anderen Crew.