Backpacker kennen das Problem: Mit schmalem Geldbeutel ein sauberes und günstiges Hotelzimmer mit WLAN zu finden, ist gar nicht so leicht. Erst recht in Städten wie Bangkok, Manila oder Jakarta. Das könnte sich dank Nida jetzt ändern - das neue Uber für Hotelzimmer.

Nida ist die Idee des malaysischen Geschäftsmanns Kaneswaran Avili. Der hat sich nichts geringeres vorgenommen die Hotelindustrie von Asien aus aufzumischen, wenn nicht sogar zu zerstören. Das Blog webintravel.com berichtet, dass Avili das Wort "disruptor" auf seiner Visitenkarte stehen hat.

Das Bemerkenswerte an seiner Hotel-Idee ist, dass Avili kein einziges Hotelzimmer, geschweige denn ein ganzes Hotel besitzt.

Kleiner Preis - hohe Qualität

Nida Rooms ist 2015 als Start-up gestartet und behauptet schon jetzt, der größte "Virtual Hotel Operator" in Südostasien zu sein. Fest steht jedenfalls: Nida Rooms macht sich in der asiatischen Hotelbranche immer breiter. "Nida uberisiert Hotelzimmer", sagt DRadio-Wissen-Reporterin Martin Schulte, und das geht so:

Die Firma sucht sich in kleinen bis mittleren Hotels je fünf bis zehn Zimmer aus, die sauber sind, über bequeme Betten verfügen, eine Klimaanlage und WLAN. Diese Zimmer werden dann umbenannt in "Nida Rooms" und vergleichsweise günstig über die Website vermarktet.

"Es gibt da Nida-Room-Briefpapier, Nida-Room-Kissen und Nida-Room-Zahnbürsten. Obwohl das Hotel eigentlich Golden Lotus oder Sunrise Beach heißt."
Martina Schulte, DRadio Wissen

Das Prinzip von Nida ist simpel: Je früher gebucht wird, desto billiger wird es. Dadurch, dass es Nida an vielen Orten gibt, buchen viele Reisende gleich ihren ganzen Trip in Nida Rooms - auch, weil Nida eine bestimmte Qualität garantiert. In kleineren Hotels passiert es öfter, dass die Klimaanlage oder die Dusche nicht funktioniert. Bei Nida kümmert sich ein eigenes Serviceteam darum, dass die Zimmer den Nida-Standards entsprechen.

Konkurrenz in den Startlöchern

Zurzeit bietet Nida Zimmer in über 3.500 Hotels in Malaysia, Indonesien, Thailand und den Philippinen an. Bis Ende dieses Jahres soll sich die Zahl mehr als verdoppeln. Und weil das virtuelle Hotelbiz lukrativ zu sein scheint, gibt es mit Oyo Rooms einen Anbieter mit ähnlichem Prinzip jetzt auch in Indien. Und auch eine deutsche Firma macht mit: Rocket Internet bietet seit Neuestem mit Zenrooms standardisierte Billighotelzimmern in Bangkok, Phuket oder Pattaya an für gerade mal 13 Dollar.