Ninia LaGrande ist Bloggerin, Slammerin, Buchautorin. Feminismus ist ihr Thema, genauso wie Inklusion, Mode, Musik, Politik und Alltägliches. Sie hat zu fast allem was zu sagen, und das schreibt sie unterhaltsam und interessant auf. Zu lesen in ihrem Blog - und hier zu hören bei DRadio Wissen.

Redaktionskonferenz mit Kaline Thyroff.

Ninia LaGrande ist politisch. Sie hat eine Meinung, und die teilt sie auch mit. Im November machte sie sich zum Beispiel Gedanken über die ARD-Themenwoche "Toleranz". Allein der Begriff sei falsch gewählt, schreibt sie. Denn Toleranz hieße, dass jemand darüber entscheidet, ob der andere gedudelt ist oder nicht.

"Ich darf bestimmen, wer ok ist und wer nicht. Und ja, das ist genauso eklig, wie es sich anhört. Toleranz hat nichts mit Respekt oder Liebe zu tun, sondern ist eine althergebrachte Tradition für all die Sarrazins und 'Das wird man ja wohl noch sagen dürfen'-Marktschreier_innen unter uns. Toleranz ist das Vorgaukeln von Freundlichkeit."

Ninia ist im klassischen Sinne eine Bloggerin. Ihre Themen sind ihr persönlicher Alltag (der schon interessant genug wäre), Inklusion, Feminismus, Mode, Kultur, Musik und vieles mehr. Sie schreibt aus ihrer Sicht, persönlich, mit einer Haltung. Und sie ist gut vernetzt.

Zur Person:

  • Ninia LaGrande, geboren 1983, lebt und arbeitet in Hannover.
  • Seit 2011 ist sie bei einem Sprachlernportal für Online Communications und Social Media verantwortlich.
  • In der Freizeit bloggt sie, schreibt Bücher, moderiert Veranstaltungen und tritt bei Poetry Slams auf.
  • Ihr Blog ist 2013 zum Vize-Tagebuchblog des Jahres gewählt worden. Im August 2014 ist ihr Erzählband "Und ganz, ganz viele Doofe!" erschienen.
  • Sie gründet selbst eine Art Poetry Slam: die Acrobat Readers in Göttingen. Heute organisiert sie die "Nachtbarden" in Hannover mit.

Ninia steht gerne auf der Bühne. Sie ist Poetry Slammerin, gewinnt hier und da auch schon mal Wettbewerbe. Sie engagiert sich aber auch auf höherer Ebene. So ist es ihr wichtig, dass sich auch Frauen fürs Poetry Slammen interessieren. Und sie fragt sich: Warum wird es als anstößig angesehen, wenn Frauen "richtig auf die Kacke hauen"? Und: Warum haben Slammerinnen eigentlich keine Groupies?

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Als Slammerin nutzt Ninia in erster Linie ihre Stimme, und manchmal fuchtelt sie mit den Armen rum. "Ich mache keine große Show", sagt sie. Und obwohl sie bisher so erfolgreich war, dass sie es vermutlich auch größere Meisterschaften gewinnen könnte, reicht ihr das Dabeisein. Da sind schließlich noch andere Projekte, zum Beispiel Bücher schreiben und eigene Slams organisieren.