Plastiktüten brauchen mehrere hundert Jahre, bis sie abgebaut sind. Deshalb sollen wir sie am besten so oft wie möglich benutzen oder gar nicht. Tüten aus Papier sind aber auch keine Alternative. Ihre Umweltbilanz ist noch schlechter als die der Plastiktüten.

Auch in Klamottenläden sollen die Plastiktüten in Zukunft nur gegen Geld über den Ladentisch gehen. Der Naturschutzbund Deutschland hält das für eine gute Idee, hat allerdings die Befürchtung, dass Ladenketten dann eventuell auf Papiertüten umsteigen. Deren Umweltbilanz ist aber schlechter als die der Plastiktüten - vorausgesetzt letztere werden mehrfach genutzt.

Für die Herstellung von Papiertüten wird fast doppelt so viel Energie wie für Plastiktüten verbraucht, die Zellstofffasern werden zuvor mit schädlichen Chemikalien behandelt, die wiederum Luft und Wasser belasten, und am Ende ist die Papiertüte nicht so lange haltbar wie die Plastiktüte.

Schlechte CO2-Bilanz von Stoffbeuteln

Bei der Herstellung einer Papiertüte werden 60 Gramm, bei der Plastiktüte doppelt so viel Kohlendioxid ausgestoßen. Bei der Herstellung eines Stoffbeutels aus Baumwolle sind es 1700 Gramm CO2, das sind 28-mal so viel wie bei einer Papiertüte. Die Stofftasche ist also auch nur eine Alternative, wenn sie wirklich lange zum Einsatz kommt.

Wie mache ich es richtig?

Stoffbeutel aus Biobaumwolle kaufen und ein Leben lang verwenden. Schon nach der 30. Benutzung hat der Stoffbeutel eine bessere Umweltbilanz als die Plastiktüte, die mehrfach benutzt wird. Im Fall der Plastik- und Papiertüten: Solange benutzen wie möglich und dann als Mülltüten benutzen oder recyceln über den gelben Sack oder das Altpapier.

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