Wenn am Samstag in Rio die olympischen Spiele offiziell beginnen, treffen 207 Mannschaften aus aller Welt aufeinander. Mittendrin Diskussionen um den Austragungsort, Zika-Spezial-Kondome, aber auch die Suche nach dem besten Essen. Hammerwerferin Kathrin Klaas freut sich am meisten auf die Begegnungen - und natürlich den Sport.

Die Fußballmannschaften dürfen zwar schon heute anfangen, bekommen aber nicht so viel mit von der großen Olympia-Stimmung. Denn sie sind zum Teil außerhalb von Rio stationiert. Das meiste passiert aber im Olympischen Dorf. Und das ist richtig fett: bis zu 18.000 Leute sollen hier Platz finden.

Erst die Vorfreude, dann die Aufregung

Zweimal war Hammerwerferin Kathrin Klaas schon bei Olympischen Spielen dabei: in Peking und in London. Jetzt fliegt sie mit ihrem Hammer nach Rio. Für sie ist das Wohnen im olympischen Dorf schon vor dem Wettkampf aufregend: "Das Schöne, dass man zusammen wohnt, die anderen aus der Mannschaft kennenlernen kann."

"Das sind schon einige Ausmaße im olympischen Dorf, da muss man sich erstmal zurechtfinden: Wo muss ich hin? Wo sind die Busse? Und wo gibt's das beste Essen?"
Kathrin Klaas, Hammerwerferin

Das ist für Kathrin Klaas tatsächlich Thema, sie will noch ein paar Kilo mehr auf die Waage mitbringen, bevor in einer Woche ihre Wettkämpfe losgehen. "Ich bin eher von der kleinen Fraktion. Klein und schnell". Damit sie die optimale Wettkampfmasse mitbringt, heißt es schnell in den Rhythmus kommen - und das beste Essen finden. "In London war das immer in der karibischen Ecke."

Das olympische Dorf in Rio, davor Liegestühle am Strand.
© dpa
Nach einem Dorf sieht das tatsächlich nicht aus. Bis zu 18.000 Sportler und Betreuer sollen hier zwischendurch Platz finden. Kathrin Klaas sagt, in dem Gewusel ist aber auch Zeit für neue Begegnungen.

In Rio ist dieses Mal wieder alles anders: Klima, Location, Athleten. Die Kritik an dem Großevent hat jedoch auch schon vorherige Ausrichter begleitet. Mit den Problemen um die Olympischen Spiele wie Demonstrationen gegen Geldverschwendung, Zika-Virus, Hashtagzwang beschäftigt sich die Leistungssportlerin. Sie findet es gut, dass Missstände thematisiert werden, sagt aber: "So hart das auch klingt: Beim Wettkampf muss man als Sportler versuchen, das ein wenig auszublenden."

Die Stimmung steigt

Eine echte Innovation in Rio ist aber, dass dieses Mal ein Team aus Athleten mit Flüchtlingsstatus antritt: Teilnehmer aus Syrien oder aus dem Südsudan sind dabei. Rio-Korrespondent Dirk Walsdorff ist bereits vor Ort und war bei den Proben der Eröffnungszeremonie dabei.

Dirk Walsdorff, Korrespondent in Rio
"Am meisten Applaus bekam bei den Proben zur Eröffnungsfeier das Refugee-Team."

"Wenn sich neben dir der Spanier mit dem Österreicher High Five gibt und du danach mit dem Briten schnackst,dann steigt die Olympia-Stimmung", sagt Korrespondent Dirk Walsdorff. Viel fehlt nicht mehr. Die olympische Flagge ist schon da, fast alle Flaggenträger sind bestimmt und dann heißt es: Let the games begin.

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Wir fahren zu den @olympics2016_rio und sind Teil der @olympiamannschaft ! Ich bin froh, dass ich mich seit vielen Jahren auf das Wissen und Können von Andrew Lichtenthal vom medizinischen Team des @dlv_online velassen kann. Er war einer derjenigen, die London 2012 für mich nach meinem Sturz möglich gemacht haben und deswegen habe ich großes Vertrauen darauf, dass er auch in diesem Jahr dazu beitragen wird, dass am Ende alles gut wird. #danke #Vorbereitung #med #roadtorio #hammergirl #rio #leichtathletik #kienbaum #sommerfest