Tinder präsentiert euch nur Leute, die gar nicht zu euch passen? Schuld daran ist ein Algorithmus, der entscheidet, wer euch angezeigt wird. Den könnt ihr aber beeinflussen.  

Der Tinder-Algorithmus ist zwar geheim, aber dank vieler Interviews mit den Machern der App sind Stück für Stück Informationen bekannt geworden, die das Blog Basic Thinking jetzt zusammengefasst hat. Daraus lässt sich die ideale Tinder-Strategie ableiten.  

Der Kern des Tinder-Algorithmus: ein internes Beliebtheits-Ranking nach Punkten

Das Herzstück von Tinder ist eine Art Punkte-System, der sogenannte Elo Score. Dieser Wert errechnet sich aus verschiedenen Informationen und zeigt die Beliebtheit der Nutzer an. Bei der Berechnung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: 

  • ein zweites Bewertungssystem, der Desirability Score: Der zeigt an, wie beliebt du bei den anderen Usern bist - Je mehr Leute dich mögen, desto höher dein Desirability-Wert.
  • das eigene Swipe-Verhalten: Der Algorithmus verfolgt, wie oft du grüne Herzchen vergibst und in welchen Situationen, also wo und wann. 
  • das Verhältnis der grünen Herzchen, die du vergibst, zu denen die du bekommst
"Was du auf keinen Fall tun solltest, ist wild drauf los liken."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Die richtige Taktik: Rar machen! Das heißt: Man muss darauf achten, dass man mehr grüne Herzchen bekommt als man vergibt. Wer nicht so wählerisch ist mit seinen Likes, dem werden offenbar auch eher Leute angezeigt, die ebenfalls nicht so wählerisch sind und einen ähnlichen Elo Score haben. 

Zurückhaltung steigert Attraktivität und Sichtbarkeit bei Tinder

Neben dem Elo Score spielen aber auch noch andere Dinge eine Rolle, zum Beispiel: 

  • gemeinsame Interessen
  • Aktivität zu ähnlichen Zeiten 
  • Anzahl deiner Matches
"Wenn du nicht zufrieden bist mit den Leuten, die du angezeigt bekommst, dann ändere immer mal wieder dein Nutzerverhalten."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk Nova

Die beste Strategie also: Strategiewechsel. Wer sein Nutzerverhalten immer mal ändert - das heißt, mal zurückhaltend liked, zu anderen Uhrzeiten, an anderen Orten - steigert die Wahrscheinlichkeit, dass der Tinder-Algorithmus eine möglichst große Bandbreite an Vorschlägen präsentiert. 

Schlecht fürs Ranking: Tinder-Pausen

Übrigens sinkt man im Ranking auch, wenn man Tinder nicht regelmäßig benutzt. Wer eine längere Tinder-Pause macht, muss sich danach erst mal wieder hocharbeiten.