Wie sprechen wir über sexuelle Wünsche, wie gelingt die Kommunikation in der Paarbeziehung? Es gibt Methoden, die uns dabei helfen können, in einem echten Kontakt mit unserem Partner oder unserer Partnerin zu sein. Wir stellen euch ein paar vor.

Die Paartherapeutin Elisabeth Chin-Ying Feurich aus Köln und mit Heinz Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg, sagen, dass eine Kommunikation in der Beziehung mit dem Kontakt zu sich selbst beginnt. Nur wer, seinen eigenen Körper liebt und begehrenswert findet, kann kommunizieren, was er oder sie sich vom anderen wünscht.

"Nur wenn ich meinen eigenen Körper annehme und schön finde, kann ich mitteilen, wie und wo ich vom Gegenüber berührt werden will."
Heinz Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg

Oft scheitert die Kommunikation über sexuelle Wünsche schon daran, dass wir nicht wissen, wie wir unsere Geschlechtsteile benennen sollen. Das zeigt eine Straßenumfrage in Lübeck.

Den eigenen Körper mit liebevollen Worten beschreiben

Uns fehlen oft wohlwollende, zärtliche oder liebevolle Begriffe für unsere Geschlechtsteile - allein schon dieses Wort zeigt, wie distanziert und sachlich die Begriffe im Deutschen sind. In anderen Ländern gibt es zum Teil geeignetere Worte wie beispielsweise das spanische Wort "La Bomba", das in Kuba für die Vagina benutzt wird, oder "Siri" wie in Georgien der Penis bezeichnet wird.

"Kommunikation findet in Paarbeziehungen immer statt. Auch wenn man nicht redet."
Elisabeth Chin-Ying Feurich, Paartherapeutin

Außerdem in Eine Stunde Liebe

Im Liebestagebuch erzählt Cleo (Name geändert) von einem Sexdate, bei dem fehlende Kommunikation sogar zu körperlichen Schmerzen geführt hat.