Wem Tennis zu langsam und Squash in der Halle zu stickig ist, sollte den Padel-Schläger an der frischen Luft in die Hand nehmen.

Die Sportart Padel ist eine Kreuzung aus den beiden Rückschlagspielen Tennis und Squash. Ignacio Gutiérrez kommt ursprünglich aus Spanien und hat in den letzten Jahren eine Padel-Gemeinschaft an der Universität zu Köln aufgebaut. Neben dem studentischen Publikum, zieht Padel auch immer mehr Menschen aller Altersstufen an.

"Alle können Padel spielen. Ich habe mit einer Frau gespielt, die war 90 Jahre alt."
Ignacio Gutiérrez

Noch ist Padel in Deutschland eher unbekannt, und kann bisher nur auf 17 Plätzen gespielt werden. Allein in Ignacios Viertel seiner Heimatstadt Malaga gibt es mehr Spielfelder. Auch in anderen Ländern Europas entwickelt sich der Sport besser: Seit den 90er-Jahren breitet sich Padel etwa in Spanien, Frankreich, Italien, Österreich und Belgien aus - diese Länder nahmen alle an den Welt- und Europameisterschaften teil.

Wie Tennis, aber anders

Gespielt wird auf einem Rechteck von 20 mal 10 Meter, dass von Glass und Drahtgitter umzäunt ist. Die Schläger sind aus Carbon und haben eine durchlöcherte Schlagfläche anstatt einer Besaitung. Die Bälle gleichen denen vom Tennis, sind aber mit etwas weniger Luft gefüllt, damit sie nicht zu hohe Geschwindigkeit aufnehmen können.

Mittlerweile gibt es in Deutschland eine eigene Padel-Meisterschaft, die am nächsten Wochenende in Espelkamp beginnt.