Jedes Jahr kehrt mit der Adventszeit auch der Ärger über die Paketzusteller ein. In der Jahreszeit mit dem höchsten Paketaufkommen scheint nichts mehr zu klappen.

Der Ärger über falsch zugestellte Pakete ist so groß, dass die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen den Online-Kummerkasten "Paket-Ärger" eingerichtet hat. Unsere Reporterin Julia Möckl hat sich durch die Beschwerden gewühlt.

"Ich bin den ganzen Tag zu Hause und warte auf das Paket und bekomme per digitaler Sendungsverfolgung gepusht, dass der GLS-Mitarbeiter angeblich bei mir war und mich nicht erreicht hat. Ich würde eher sagen, dass dieser Mann keine Lust hatte und einfach nicht geklingelt hat. Ich finde das persönlich echt unter aller Sau."
Ein enttäuschter Paketkunde

Tatsächlich lassen viele genervte Paketkunden auf dem Portal Luft ab. 6000 Beschwerden listet das Portal inzwischen. Die Verbraucherzentrale konfrontiert die Paketzusteller damit und bittet sie, Stellung zu nehmen. Eine erste Auswertung der Beschwerden hat ergeben:

  • Bei 8 Prozent ging das Paket komplett verloren.
  • Bei 45 Prozent ging es um Beschwerden rund um die missglückte Zustellung.

Ob der Ärger immer so berechtigt ist, daran hat Julia Zweifel: Wer sitzt schon den ganzen Tag zu Hause und wartet auf ein Paket? Und warum nicht gleich angeben, bei welchem Wunschnachbarn das Paket alternativ abgegeben werden kann? Mancher Ärger ließe sich vermeiden.