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In Tokio starten die Paralympics. Chancengleich zwischen den Ländern gibt es hier genauso wenig wie bei den Olympischen Spielen - was unter anderem am benötigten Material liegt.

Tokio 2021 – das Paralympics der Rekorde. Etwa 200 mehr Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung als bei den paralympischen Spielen von Rio 2016 kämpfen in Japan um die Ränge. Damit sind es die bisher größten Wettkämpfe der Behindertensportler. 162 Nationen schicken Sportler zum Turnier.

Deutschlandfunk-Nova-Reporter Mats Nickelsen sagt: Gerade weil so viele Länder mitmachen, gibt es keine Chancengleichheit.

In Deutschland zum Beispiel erhalten die paralympischen Medaillengewinnenden dasselbe Geld von der Sportförderung wie olympische Athleten, also 20.000 Euro für eine Goldmedaille. In anderen Ländern ist das deutlich weniger.

Materialintensiver Sport

Einige Sportarten sind außerdem materialintensiv, zum Beispiel spezielle Rollstühle oder Prothesen. In manchen Ländern erhalten die Athletinnen und Athleten dafür Förderungen, in anderen nicht.

Prothesen für den Leistungssport kosten bis zu 10.000 Euro. Sportlerinnen und Sportler aus zum Beispiel Deutschland oder den USA haben hier andere Möglichkeiten als solche aus ärmeren Ländern.

"Aus meiner Sicht ist die Chancengleichheit weder im paralympischen noch im olympischen Sport gegeben. Die Pandemie hat das sicherlich auch noch mal verstärkt."
Mats Nickelsen, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Zudem gibt es unterschiedliche große Trainings- und Förderprogramme in den Nationen. Förderprogramme wie der Deutschen Sportförderung, die Athletinnen und Athleten von Olympia und den Paralympics unterstützt, gibt es in anderen Ländern nicht.