Pegida bekommt Besuch: Der holländische Rechtspopulist Geert Wilders kommt nach Dresden. Damit soll die Pegida-Demo wieder mehr Zulauf bekommen. Die Teilnehmerzahlen haben das durchaus nötig.

Geert Wilders gehört zum äußersten rechten Rand. Genau dem Rand, von dem sich die Pegida-Organisatoren bisher immer distanziert haben. Eine große Rolle spielt der 51-Jährige in seiner Heimat nicht mehr, seine Partei für die Freiheit hat die letzten vier Wahlen verloren. Er hat allerdings Anzeigen wegen Aufhetzung und Rassismus am Hals. Nun besucht er die Pegida-Demonstranten in Dresden.

"Man hat das ganz gezielt geplant: Wilders bringt einen neuen Kick für Pegida in Dresden."
Sachsen-Korrespondent Arnd Groß über die Strategie von Pegida

Die Pegida-Bewegung ihrerseits schwächelt ebenfalls ein wenig: Nach den Rekordzahlen mit circa 25.000 Teilnehmern, sind nur inzwischen nur noch ein paar tausend Demonstranten in Dresden unterwegs. "Das ist immer noch ganz erstaunlich", sagt Sachsen-Korrespondent Arnd Groß, "aber jetzt muss man den wirklich großen Sprung wagen und den Schulterschluss mit Wilders vollziehen." So versuchen beide Seiten voneinander zu profitieren: Neue Demonstranten für Pegida, eine neue Bühne und Verbündete für Wilders.

Gegendemonstranten wollen blockieren

Pegida bereitet sich auf den prominenten Gast vor und hat ein Gelände auf einer Halbinsel an der Elbe für Wilders' Auftritt gesucht. Platz für bis zu 30.000 Menschen wäre dort. Gegen die Demo gibt es gleich mehrere Protestaktionen. Eine Demo von Dresden Nazifrei, die direkt am Pegida-Platz entlang marschieren wollte, ist verlegt worden. "Ich rechne damit, dass die Gegendemonstranten versuchen werden, die Zugangswege zur Halbinsel zu blockieren."