Mit Licht lassen sich Daten übertragen und ultraschnell im Netz surfen. Demnächst also Licht anschalten und Mail verschicken.

Wie werden Daten mit Licht übertragen?

Daten sind aus Nullen und Einsen zusammengesetzt. Und diese beiden Werte kann man mit Licht quasi morsen: Licht an, Licht aus, an, aus. Und wenn man das schnell genug hinbekommt, dann kann man damit Daten übertragen. Zum Beispiel um im Netz zu surfen.

Wie Deckenlicht, aber ohne zu flackern

Denn die Geschwindigkeit ist so schnell, dass das Flackern von uns nicht wahrgenommen wird. Möglich ist die Übertragung mit LED-Lampen aus dem Handel. Ganz neu ist diese Idee nicht und bekannt unter den Namen VLC - visible light communication oder Li-Fi - anstelle von Wi-Fi.

Schneller als bisherige Techniken

Es gibt schon diverse Technologien zur Datenübertragung. Nämlich WLAN, BlueTooth oder LTE. Im Vergleich zu Bluetooth oder LTE ist Li-Fi schneller. Forscher von der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi Arabien haben es mit einem Laser geschafft, Übertragungsraten von 2000 Mbit/sec zu erreichen. Zum Vergleich: Mit dem neusten Smartphone und dem besten LTE surft man mit maximal 300 Mbit/sec, meistens deutlich weniger

Als Leuchtmittel geeignet

Der Laser, den man benötigt, sendet in den drei Farben Blau, Grün und Rot. Zusammen ergibt das Weiß. Und dieses Weiß ist als Licht ein schönes angenehmes warm-weißes Licht. Zudem ist die Beleuchtung mit diesem Laser energiesparender als mit LED.

Alltagstauglich und sichtbar

Gerät etwas zwischen Lichtquelle und zum Beispiel das Smartphone, wird das Signal natürlich schwächer und die Datenraten schlechter. Allerdings lässt sich mit so einem optischem WLAN/Li-Fi auch genau steuern, wo man eine Lampe anbringt.

Kommt die Technik bald?

Die Laser-Surftechnologie wird so schnell nicht kommen. Aber mit handelsüblichen LEDs schafft man auch jetzt schon Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik in Berlin sind da sehr aktiv. Sie haben einen ihrer Konferenzräume mit so einem optischen WLAN ausgestattet. Und das Online Portal Golem meldet, dass es Hinweise darauf gibt, dass auch Apple seine iPhones fit für Li-Fi machen will.