Seit Felix Baumgartner 2012 im freien Fall aus 38.969 Meter Höhe gesprungen ist, scheint nichts mehr unmöglich zu sein. Baumgartner erreichte im freien Fall 1357 Stundenkilometer - eine unmenschliche Geschwindigkeit, die er nur mit Sicherungssystemen überlebte. Nach rund vier Minuten zog er den Fallschirm. Captain America landet ganz ohne Fallschirm - aber so etwas gibt es nur im Film.

Der Fallschirmspringer und Ausbilder Ralf Heine sagt, dass uns im Kinofilm "The Return of the First Avenger" ein ziemliches Märchen erzählt wird. Im Schnitt springen Fallschirmspringer aus einer Höhe von ungefähr 250 Metern und erreichen dann eine Endgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern.

"Die Auswirkung meiner Steuerbewegung mit Händen und Füßen hängt davon ab, wie schnell ich unterwegs bin. Denn je schneller ich unterwegs bin, desto größer ist der Druck auf meinen Händen und Füßen."
Ralf Heine, Fallschirmspringer

Bei Captain America sieht das alles spektakulärer aus: Er springt aus einer Höhe von 100 Metern aus dem Flugzeug, rast kopfüber auf die Erde zu, dreht sich kurz vor dem Aufprall und taucht mit den Füßen voran ins Wasser. Absolut unrealistisch.

"Ein sehr guter Stuntman, könnte das vielleicht überleben. Ich nicht."
Ralf Heine, Fallschirmspringer

Wingsuit-Flieger verzichten auch auf den Fallschirm, dafür springen sie mit einer sehr breiten Flügelfläche aus der Höhe. Im vergangenen Jahr sprang ein Wingsuit-Flieger aus einem Flugzeug - und landete gut abgefedert auf einem riesigen Haufen Karton.

"Pappkartons deswegen, weil dann die Energie abgepuffert wird Stück für Stück. Der könnte nicht das gleiche auf einer Wasserfläche machen, das würde er nicht überleben."
Ralf Heine, Fallschirmspringer