Drei Forscher erhalten den Physik-Nobelpreis für den Nachweis der Gravitationswellen aus dem Jahr 2016. Ungewöhnlich ist, dass die Wissenschaftler jetzt schon ausgezeichnet werden.

Der Nobelpreis für Physik geht an drei US-Forscher, die den Nachweis für Gravitationswellen erbracht haben. Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne bekommen jetzt umgerechnet rund 940.000 Euro, also mehr als die Preisträger in den vergangenen Jahren. Die Nobelstiftung begründet das damit, dass Fakten heute wichtiger seien denn je.

Gravitationswellen lösen ein schwer zu messendes Zittern des Universums aus. Die Wellen entstehen, wenn eine Masse wie ein Stern, seine Geschwindigkeit ändert.

Im Februar 2016 wurden Gravitationswellen zum ersten Mal gemessen. Eine Sensation! Das Observatorium LIGO in den USA konnte Spuren der Wellen auffangen, die entstanden sind, als zwei schwarze Löcher umeinander kreisten. Über 1000 Wissenschaftler hatten an der Messung der Wellen mitgearbeitet.

Einstein lag richtig

Schon vor 100 Jahren hatte Albert Einstein vermutet, dass es die Wellen gibt. Er hatte die Wellen, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt. Einstein dachte damals aber, dass sie zu schwach sind, um gemessen zu werden.

Dass für Erkenntnisse aus dem Vorjahr jetzt schon der Nobelpreis vergeben wird, ist ungewöhnlich. Eigentlich vergehen meistens Jahre bis zur Ehrung. So soll verhindert werden, dass etwas ausgezeichnet wird, das sich im Nachhinein als unwahr herausstellt. In diesem Fall war die Fachwelt aber sofort davon überzeugt, dass die Ergebnisse stimmen und die Forschung preiswürdig ist.

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