Schwarz ist keine Farbe sondern ein Zustand: nämlich die Abwesenheit von Licht. Trotzdem werden schwarze Oberflächen besonders heiß. Warum erklärt der Physiker Lars Stollenwerk.

Farbe ist ein Sinneseindruck. Wenn kein Licht da ist, empfindet man keine Farbe und dieser Zustand nehmen wir dann als Schwarz wahr, sagt der Physiker Lars Stollenwerk. Um absolutes Schwarz zu bestimmen, betrachten Physiker auch den ultravioletten Bereich und UV-Strahlung, beides darf nicht vorhanden sein, um von Schwarz sprechen zu können.

"Im Prinzip misst man, dass man nichts misst. Schwarz ist immer dann, wenn man nichts mehr messen kann."
Lars Stollenwerk über die physikalische Bestimmung von Schwarz

Physiker messen physikalisches Schwarz mit einem Detektor. Dafür darf der Detektor nur ein ganz geringes Eigenrauschen haben - und nichts wahrnehmen. Dieses Verfahren nutzen Physiker zum Beispiel, um Kameras zu kalibrieren. Ganz besonders wichtig, ist dieses Messverfahren bei der Kalibrierung von Weltraumteleskopen, erklärt Lars Stollenwerk.

"Die gucken sehr lange in eine Richtung, weil sehr wenig Licht kommt. Da muss man das wenige Licht noch vom Schwarz unterscheiden können."

Warum schwarze Oberflächen heiß werden

Schwarze Oberflächen reflektieren zwar kein, dafür absorbieren sie das Licht. Die aufgenommene Energie wird dann in Wärme umgewandelt.