Fünf Minuten, keine Requisiten und jede Runde ein neuer, eigener Text: Noch bis zum 1. November 2014 finden in Dresden die 18. deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften statt.

Insgesamt 300 Slammer bewerben sich ab heute (28.10.2014) in Dresden um den Titel Deutschsprachiger Poetry Slam Meister - im Einzelwettbewerb oder im Team. Im vergangenen Jahr haben sie sich über verschiedene regionale Wettbewerbe qualifiziert, neben deutschen Poetry Slammern sind auch Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg am Start. Für alle gelten die gleichen Regeln, erklärt DRadio-Wissen-Reporterin Nilofar Elhami:

  • Nur selbstgeschriebene Texte!
  • Jede Runde (im Einzelwettbewerb gibt's drei) ein neuer Text!
  • Maximal fünf Minuten pro Auftritt!
  • Maximal 50 Prozent Schauspiel und Gesang!
  • Keine Kostüme oder Requisiten!
  • Die Publikums-Jury wird nach Zufallsprinzip ausgewählt.

Das Publikum entscheidet

Im Finale besteht die Publikums-Jury aus zwölf Personen, die Wertungen bis maximal 10,0 abgeben können.

Slammer Lars Ruppel
Lars Ruppel wurde 2013 Zweiter bei den deutschsprachigen Slam-Meisterschaften.

Titelverteidiger im Einzelwettbewerb ist Jan Philipp Zymny, im Team-Wettbewerb hat letztes Jahr die Kombo "Bottermelk Fresch" gewonnen - bestehend aus Lars Ruppel, Julian Heun und Bleu Broode. Lauter Männer.

"Die Poetry-Slam-Szene ist Männer-dominiert. Aber das Besondere für dieses Jahr ist, dass ungewöhnlich viele Frauen die Landesmeisterschaften gewonnen haben."
Nilofar Elhami, DRadio Wissen

Eine der Teilnehmerinnen in diesem Jahr ist zum Beispiel Katja Hofmann, die amtierende Poetry-Slam-Landesmeisterin aus Thüringen: