Schon immer wählen die Schwarzen in den USA mehrheitlich demokratisch - und unterstützen damit die Partei, die einst half, die Gleichheit im Wahlrecht für Afroamerikaner durchzusetzen. Die Rassentrennung ist heute überwunden, doch der Rassismus nicht. Woher kommt der Graben zwischen Schwarz und Weiß - und wie wird er die Wahlen 2016 beeinflussen?

Kein Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA hat die Gemüter weltweit wohl derart erhitzt, wie die Auseinandersetzung zwischen Hillary Clinton und Donald Trump: Die eine ehrgeizige und erfahrene Allround-Politikerin mit dem Makel, dem teils verhassten Establishment anzugehören. Der andere ein ungehobelter und alle Regeln der politischen Gepflogenheiten missachtender Geschäftsmann, der kaum einen Tabubruch auslässt, um die Stimmung anzuheizen - und gerade so Zustimmung gewinnt.

Während der Wahlkampf auf vollen Touren lief, erschütterten zahlreiche Todesfälle von Afroamerikanern das Land: Im Juli 2016 wurde in Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana ein 37-jähriger Afroamerikaner nach seiner Verhaftung von Polizeibeamten erschossen. Im September 2016 erlag ein 43-jähriger Afroamerikaner im südkalifornischen El Cajon tödlichen Polizeischüssen. Diese und andere Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze haben eine Rassismus-Debatte in den USA ausgelöst, die wahlentscheidend sein könnte.

Die Bürgerrechtsbewegung in den USA

Wir blicken in Eine Stunde History zurück auf die Bürgerrechtsbewegung in den USA und porträtieren zwei ihrer wichtigsten Vertreter, Malcom X und Martin Luther King.

Was ihr noch in Eine Stunde History hört:

  • Die Historikerin Britta Waldschmidt-Nelson über die Machtfülle des amerikanischen Präsidenten
  • Korrespondent Thilo Kößler über den US-Wahlkampf, aktuelle Prognosen und die Situation der Afroamerikaner in den USA
  • Rodney King, Trayvon Martin, Michael Brown: DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld mit Beispielen von weißer Gewalt gegen Schwarze

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