Auf dem Handy ist gerade nichts erfolgreicher als die bunten Taschenmonster: Pokémon Go begeistert Spieler auf der ganzen Welt und auch in Deutschland - obwohl es das Spiel bei uns noch gar nicht offiziell gibt.

Das Spiel "Pokémon Go" hält sich an der Spitze der App-Downloads - auf der ganzen Welt wird es gespielt. Warum bloß?

Pokémon Go ist ein Augmented Reality Game. Das heißt: Die künstliche Welt mit dem gelben Pikachu, dem knuddeligen Pummeluff und all den anderen wird via Smartphone in unsere reale Welt eingeblendet. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, die Pokémon in der (realen) Nachbarschaft zu entdecken und zu fangen.

So wird die eigene Stadt zur Spielwelt. Und wer im Park oder an der U-Bahn-Station jemanden auf sein Handy starrend und herumwischend entdeckt, sieht vermutlich gerade einen Pokémon-Spieler.

Das kann auch schief gehen. Mashable warnt die Spieler, sich nicht zu verletzen, zum Beispiel bei der Monsterhatz im Park (in der Realität - nicht im virtuellen Spiel) ins Wasser zu stolpern.

"Verbrecher haben wohl auf der App-Landkarte geguckt, wo potentielle Opfer aufkreuzen würden und da gewartet. Realitätsschock für die Spieler sozusagen."
Michael Gessat, DRadio Wissen

Es gibt bereits Berichte über erste Unfälle. In den USA hat ein Mädchen bei der Monstersuche sogar eine Leiche gefunden. Auch berichtet die US-Polizei, dass schon mehrere Pokémon-Spieler gezielt von Bewaffneten ausgeraubt worden, nachdem sie auf der Suche nach Pokémons und Pokébällen in abgelegene Seitenstraßen spazieren waren.

Vor allem macht Pokémon Go aber Beine. Wer zuhause auf dem Couch hocken bleibt, wird nicht viel Spaß haben, ohne regelmäßige Spaziergänge geht es nicht. Und der Gamespilot berichtet, dass zahlreiche Spieler durch das Game von Nintendo besser mit Depressionen, Phobien, Einsamkeit oder mangelndem Selbstbewusstsein klar kommen. Davon abgesehen macht es einfach Spaß.