Achim Schmid hat eine schwere Kindheit. Der Vater ist tot, die Mutter trinkt. Er fühlt sich allein. Und er weiß nicht so genau, wer er eigentlich ist. Diese Leere, die füllt er mit rechter Musik und Deutschsein. Achim Schmid wird zum Nazi. Tritt in die NPD ein. Macht Rechtsrock und erhält vom Ku Klux Klan den Ritterschlag. Aber am Höhepunkt seiner rechtsradikalen Laufbahn wird ihm alles zu krass. Achim steigt aus und krempelt sein Leben komplett um. Lasert seine Tattoos weg und macht plötzlich Countrymusik.

Elisabeth Veh fragt sich, warum Achim sich ausgerechnet in Memphis in Tennessee niedergelassen hat. Schließlich liegt der Staat im Süden, wo die Rassentrennung am längsten überlebt hat. Und 1865 wurde genau hier der Ku Klux Klan gegründet. Der Ort, wo Achim neu angefangen hat, hat also ganz viel mit seiner Vergangenheit zu tun. Achims Antwort: Er spricht gutes Englisch, fand die USA schon immer interessant. Und in Memphis hätte er eben einfach noch einen Bekannten gehabt.