Nafri sei einfach eine Abkürzung, sagt der Ex-Polizist Nick Hein. Deswegen und aus anderen Gründen kann er die Aufregung nach dem Polizeieinsatz in der Silvesternacht nicht nachvollziehen.

Nick Hein war elf Jahre lang Polizist, heute ist er Martial-Arts-Kämpfer und Schauspieler. Nach der Debatte um den Polizeieinsatz in Köln in der Silvesternacht unterstützt er seine ehemaligen Kollegen. "Das Verhalten war absolut richtig", sagt er.

Konkret geht es zum Beispiel um den Vorwurf, dass eine Gruppe nordafrikanischer Männer gezielt von der Polizei kontrolliert oder festgenommen wurde. Nick Hein wirft ein: Bei einem kritischen Fußballspiel, etwa dem Derby Mönchengladbach gegen Köln, würden die Fangruppen ebenfalls voneinander getrennt und unter besonderer Polizeiaufsicht stehen.

"Hilflose Person" wird mit "Hilo" abgekürzt

Auch wird der Polizei vorgeworfen, den Begriff "Nafri" zu verwenden. Nick Hein weist darauf hin, dass die Polizei in der Funksprache möglichst viele Informationen in möglichst kurzer Zeit unterbringen will. So würde "Platzverweis" mit "PV", "Hilflose Person" mit "Hilo" und eben "Nordafrikaner" mit "Nafri" abgekürzt.