Neon hat uns für Jahre beim Erwachsenwerden geholfen, jetzt wird das Printheft eingestellt. Weitere Themen: In Österreich bringt die rechtspopulistische Partei FPÖ die Pressefreiheit ins Wanken und in Deutschland verwundert ein Streit um UKW. 

Journalisten berichten ständig über Veränderung, aber wenn es sie selber trifft, dann werden sie oft sentimental. Als Neon-Chefredakteurin Ruth Fend in dieser Woche das aus des Printhefts ankündigte, löste das eine Welle der Nostalgie in den Medien und sozialen Netzwerken aus.

Lebensgefühl weg - Neon weg

Vor 15 Jahren erschien die erste Ausgabe der Neon für Leser, "die schon lange volljährig sind, aber ihre jugendliche Unbeschwertheit bewahren wollen" - wie es damals hieß. Nutzen die jungen Erwachsenen heute einfach kein Papier mehr, oder haben sie sich auch von diesem Lebensgefühl verabschiedet? Daniel Fiene und Herr Pähler analysieren.

Österreichs Pressefreiheit in Gefahr

Es ist nicht der erste Ärger zwischen der rechtspopulistischen Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) und dem Österreichischen Rundfunk (ORF): Ein FPÖ-Politiker sitzt im obersten Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Senders und will ein Drittel der Stellen für Auslandskorrespondenten streichen, wenn "diese sich nicht korrekt verhalten". 

"Die Orbanisierung der österreichischen Medienpolitik ist schon atemberaubend."
Hans-Peter Siebenhaar, Korrespondent des Handelsblatts in Wien

Für die Pressefreiheit ist das ein Skandal. "Die Orbanisierung der österreichischen Medienpolitik ist schon atemberaubend", sagt Hans-Peter Siebenhaar, der als Handelsblatt-Korrespondent in Wien lebt. Er erklärt in dieser Ausgabe des Medienmagazins, wie die Populisten die Pressefreiheit in Österreich aushöhlen .

Was steckt hinter dem drohenden UKW-Aus?

In  Deutschland gibt es zur Zeit einen skurrilen UKW-Streit. Vor ein paar Tagen drohte wiederholt vielen UKW-Sendern das Aus. Die drohende Stille hat aber nichts mit der Digitalisierung des Hörfunks zu tun, sondern mit einem Streit um Geld: Der Sendebetreiber Media Broadcast zieht sich aus dem UKW-Geschäft zurück, weil das Unternehmen im analogen Rundfunk keine Zukunft sieht. 

Die neuen Anbieter können sich aber mit einigen Sendern nicht einigen. Jetzt wollen sich sogar die Regulierer einschalten. Warum das für Radiohörer sehr ärgerlich ist, erklärt Rainer Suckow, UKW-Experte vom Funkerberg, dem Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen.

Mischt euch ein!

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