Wer aufmerksam auf seinen Körper hört, kommt am Psoas nicht vorbei. Der große Muskel wird auch "Seelenmuskel" genannt.
Der Musculus psoas major ("großer Lendenmuskel", vom lateinischen Wort "psoas" = Lende) verbindet unseren Ober- und Unterkörper miteinander. Er sorgt für Stabilität und ist an jedem unserer Schritte beteiligt.
Und: Der Muskel beeinflusst auch, wie es uns geht. Wenn wir zum Beispiel gestresst sind, stresst das auch unseren Psoas – und wir verspannen. Das funktioniert auch andersherum: Wenn wir entspannen, helfen wir dem Psoas.
Psoas: verspannt oder entspannt?
"Sobald unser Gehirn eine Situation als 'Gefahr' interpretiert, laufen in kürzester Zeit Reaktionen im Körper ab, um uns auf die Gefahrensituation vorzubereiten", erklärt Psychologin und Therapeutin Main Huong Nguyen.
- Es werden Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet
- Es kommt zu einer erhöhten Durchblutung der Muskulatur
- Muskeln spannen sich an
Dabei nimmt der Psoas als Verbindung zwischen Ober- und Unterkörper eine zentrale Rolle ein. Er ist wichtig für unsere Bewegung. Um die inneren Organe zu schützen, krümmt sich unser Körper auch nach vorne.
Warum er der "Seelenmuskel" genannt wird
Ein gestresster Psoas kann zu mehr Anspannung führen, oder zu Kopfschmerzen, Rücken- und Nackenschmerzen und vielem mehr.
In dieser Achtsam geht es darum, wie wir unseren Musculus psoas major wieder locker machen.
Ihr habt Anregungen, Ideen, Themenwünsche? Dann schreibt uns gern unter achtsam@deutschlandfunknova.de
- Froböse, I., & Schöber, U. (2017). Das neue Psoas-Training: Schmerzfrei, leistungsfähig und beweglich: Die besten Übungen für den großen Lendenmuskel. Südwest Verlag.
- Übung zur Stressreduktion
