Menschliche Nähe und Abwechslung fehlen uns nun schon seit über zwei Monaten. Inzwischen ist klar: Wir müssen noch ganz schön lange durchhalten. Wie wir das schaffen, darum geht es in dieser Ab 21.

Das Treffen mit Freundinnen und Freunden mit Sicherheitsabstand, der Trott, vom Bett direkt ins Homeoffice rüber auf die Couch zu schlurfen und die Videocall-Verabredungen am Wochenende – seit über zwei Monaten ist das unser Alltag. Inzwischen wissen wir auch, dass wir noch ganz schön lange so durchhalten müssen. Denn auch wenn manche Maßnahmen gelockert werden, wird unser Alltag auf lange Sicht nicht wie vor der Corona-Pandemie sein. Wie können wir das durchhalten und was tut unserer Psyche jetzt gut?

Stefania lebt gerade in einer kleinen Gemeinde in der Nähe des norditalienischen Brescia. Die Studentin hat während der Zeit des italienischen Lockdowns wieder bei ihrer Familie gelebt, in andere Regionen durfte sie nicht reisen. Die Zeit der strengen Beschränkungen verbrachte sie in der Natur und sagt: "Auch lesen oder Yoga sind gute Möglichkeiten, um sich zu entspannen und zu vergessen, dass man immer zu Hause ist."

Mit Resilienz weiter durch die Corona-Krise

Nora-Corina Jakob ist Psychologin und beschäftigt sich vor allem mit der positiven Psychologie – also mit allem, was uns Menschen glücklich macht oder wachsen lässt. Ein Wort, das im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie häufig fällt, ist Resilienz. Die besteht dann, wenn Individuen in großen psychischen oder körperlichen Stresssituationen ihre psychische Gesundheit aufrechterhalten können. Oder aber wenn sie nach einer kurzen Phase von Belastungssymptomen schnell wieder psychisch gesund sind. Nora-Corina Jakob sagt, wichtig dabei ist positives Denken.

"Alles was mit positiven Denken und positiver Stimmung zu tun hat, bringt uns grundsätzlich dahin, dass wir diese Situation nicht mehr als so unangenehm empfinden."
Nora-Corina Jakob, Psychologin

Wie wir das jetzt konkret umsetzen können, erfahrt ihr in dieser Ab21.