Facebook, Spotify & Co. ziehen viel Aufmerksamkeit von dem klassischen Hörmedium ab. Radio- und Social-Media-Macher aus ganz Europa haben sich in Amsterdam bei den Radiodays Europe getroffen und über ihre - gemeinsame - Zukunft gesprochen.

Mitte März war Amsterdam die Hauptstadt des Radios. Zum achten Mal fanden die Radiodays Europe statt - mit rund 1500 Besuchern aus über 60 Ländern gilt sie mittlerweile als die größte Radiokonferenz der Welt. Nächstes Jahr trifft sich die Branche in Wien. 

Schnittstellen fürs Radio

Die Radioszene steht im Ruf, digitalen Entwicklungen hinterherzuhinken. In Amsterdam gaben die Macher sich betont optimistisch und aufgeschlossen gegenüber Innovationen. So fand zum ersten Mal der "Radio Hack Europe" statt, ins Leben gerufen auf Initiative der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. 

45 Programmierer, Designer und Radioenthusiasten aus 12 Nationen bastelten zwei Tage lang an neuen Ideen, Radioinhalte über die unterschiedlichsten Schnittstellen teilbar zu machen und sie so auf digitalen Plattformen zu präsentieren. Am Ende kürte die Jury ein junges Entwicklerteam des Bayerischen Rundfunks mit ihrer Idee "Newscall" zum Sieger. Auf dem Abschlusspanel der Radiodays durften die App-Entwickler ihre Idee an prominenter Stelle präsentieren.

Ein Leben ohne UKW

Neben vielen berühmten Namen aus der Radioszene wie Morningstar Christian O’Connell, seit 19 Jahren das Aushängeschild von Absolute Radio, Sebastian Fitzek, mittlerweile erfolgreicher Krimiautor oder Bob Shennan, dem neuen Radiodirektor der BBC, standen auch Futurologen, Datenspezialisten und "Frenemies" des Radios auf der Bühne in Amsterdam. 

Viel Aufmerksamkeit fanden die Panels mit David Cooper, dem Verkaufsdirektor von Spotify oder Guido Bülow aus Deutschland, der das Konzept von Facebook Audio erklärte. Die norwegischen Kollegen berichteten über ihre ersten Erfahrung mit der Abschaltung von UKW.

Doch wie sehen die "Frenemies" die Zukunft des Radios? Das verrät Inge Seibel. Sie hat die Konferenz in Amsterdam besucht und auch viele deutsche Radiomacher getroffen und einige Interviews und Infos mitgebracht von und mit: 

  • Michael Praetorius, der Host des Radiohacks und Gewinner
  • Radiochefs aus NRW
  • Tipps von Radioberatern wie Nick Maloney und Bill De Lisle 
  • neue Domain „dotRadio“, die kurz vor dem Start steht.

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