Wer dem deutschen Volk etwas Gutes tun will, sollte rauchen was das Zeug hält. Nicht nur, weil sich der Fiskus wegen der erhöhten Einnahmen durch die Tabaksteuer freut - auch, weil die Rentenkasse entlastet wird.

Jahrelang dachten wir, die Raucher belasten die Allgemeinheit, weil sie durch ihre Sucht an Krebs und Gefäßerkrankungen die Krankenkassen belasten. Zwei Forscher des Karlsruher Institut für Technologie haben noch einmal nachgerechnet. Dabei kommt heraus: Raucher entlasten die Steuerzahler um Milliarden! Und das trotz der typischen Rauchererkrankungen, die behandelt werden müssen.

36 Milliarden Euro gespart - Nichtraucherrente gesichert

Wie kommt's? Weil Raucher im Schnitt fünf Jahre früher sterben als Nichtraucher und dann eben auch keine Rente beziehen. Diese Ersparnis haben die Forscher gegen die Kosten gerechnet. Zu den Kosten gehören auch, dass die Raucher früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden und gegebenenfalls sogar Hinterbliebenenrente gezahlt werden muss. Dabei ist die Rechnung nicht so einfach. Die Forscher haben die heutige Gesellschaft mit einer verglichen in der noch nie jemand geraucht hat. Per Computer haben sie 90 Jahre simuliert und kommen zu dem Schluss: Netto ist die reale Gesellschaft um 36 Milliarden Euro günstiger als die Nichtraucher-Welt.

Das ganz toppt noch die Tabaksteuer, die in dem Modell noch nicht eingerechnet ist. Pro 5-Euro-Schachtel zahlen Raucher rund 3 Euro Steuern. Auf 90 Jahre gerechnet kommen zwischen 30 und 90 Milliarden Euro pro Jahr noch zusätzlich zur Ersparnis. Fraglich ist, ob die Forscher wirklich alle Faktoren (wie beispielsweise Krankheitstage) berücksichtigt haben und damit jetzt zum "richtigen" Ergebnis kommen.

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