RDGLDGRN waren zu Besuch und haben uns im Interview erzählt, welche Farben sie anmachen, was sie von Kinderfotos auf Facebook halten und wie sich die Alpen anhören - übrigens ganz anders als man denkt.

Eigentlich war der Bandname nur ein Spitzname, passend zum jeweiligen Farbfimmel der Dreier-Crew aus Washington DC. Irgendwann hießen Marcus, Andre und Pierre nicht einfach nur "RedGoldGreen", sondern dies wurde zum Bandnamen, abgekürzt RDGLDGRN. "When I thought about us I thought about Red Gold Green. That is how simple it is", sagt Red. Gerade haben sie ihr zweites Album herausgebracht. Auch mit dessen Titel halten sie es einfach: "Red Gold Green LP 2".

"Sometimes you’re like: You know what, I wear the same shit that I wore yesterday!"
Red, Gitarrist ​RDGLDGRN

Ihr Sound, ein Mix aus Groove, Bass und Hiphop, orientiert sich auch am "Indie Go-Go": Funk-Musik mit afrikanischen Rhythmen. Musik, die dich direkt einfängt, zum Aufstehen, Mitmachen, Klatschen – sagt die Band. Eines ihrer Idole ist Chuck Brown, der "Godfather des Go Go". Auf ihrem neuen Album hat mit Pharell Williams ein anderer großer Musik-Player mitgearbeitet. Und noch mehr Inspirationen finden sie unterwegs. Ihr aktuelles Video ist eine Hommage an "Die Goonies", dem Kultkinderfilm der 80er.

Songs schreiben können sie derweil überall. Beispielsweise auf ihrer Tour durch Europa, auf dem Weg durch die Alpen. Das klingt dann ein bisschen mystisch, aber auch mit einem dicken Beat. Wie genau sich das anhört, kann man bald in ihren neuen Songs hören. Eine Kostprobe dazu gibt es schon jetzt im DRadio-Wissen-Interview.

"We were writing our last song in the alps when driving from Italy to Switzerland and back"
Green, Vocals RDGLDGRN

Fest verortet sind sie in die Musikszene in Washington DC, der politischen Zentrale der USA. Angst, dass Pöbel-Milliardär Donald Trump Präsident werden könnte, haben sie übrigens nicht. Ihre Wahlprognose lautet "No fucking hell." Dafür sei Social Media heute zu stark: Blödsinn fliege immer auf, sagt die Band. Bock auf Twitter, Facebook & Co haben Red, Gold und Green dabei schon, sie diskutieren aber, was im Social Web zwischen Freiheit und Babyfotos in der Timeline noch gut ist. "Privacy is a weird thing nowadays", sagen sie und setzen sich Grenzen: "I don’t go around and post what I eat for lunch“. Stattdessen gibt es von ihnen mehr Musik. Gute Idee.