Für eine Rekordsumme plant Neymar einen Wechsel zu Paris St. Germain - und will damit einen Club hinter sich lassen, in dem er als "zweitbester Fußballer der Welt" gilt. Dafür hat er die Summe selbst gezahlt - mit Unterstützung von Investoren. Aber der Deal ist noch nicht perfekt, weil die Spanische Liga das Geld nicht akzeptieren will. Die Uefa hält sich bisher auch noch zurück mit einer Bewertung des Wechsels. 

Mit dem Neymar-Deal hat sich die bisherige Rekord-Ablöse mehr als verdoppelt: Voriges Jahr hat Manchester United 105 Millionen Euro für Paul Pogba ausgegeben. Profi-Spieler, die besonders wichtig für ihren Club sind, haben horrende Ablösesummen in ihren Verträgen stehen - damit sie sich niemand unter den Nagel reißen kann. Theoretisch jedenfalls.

So viel zahlt doch keiner?!

Denn bisher gingen die Clubs davon aus, dass niemand so viel Geld bezahlen würde, um einen Spieler aus seinem Vertrag freizukaufen. Das war auch im Fall von Barcelonas Stürmer Neymar der Fall. Die Ablöse war mit 222 Millionen Euro beziffert. 

Das klingt absurd hoch, ist aber nichts im Vergleich mit der Ablöse, die für den Real-Madrid-Spieler Cristiano Ronaldo kolportiert wird: Sie soll bei einer Milliarde Euro liegen. 

Aber auch solche Summen können im Fußballgeschäft geknackt werden: Immer mehr Investoren drängen auf den Fußballmarkt, berichtet Sportjournalist Matthias Friebe. Das bedeute, dass die Ablösesummen für Profifußballer weiter steigen könnten. 

Bei dem Neymar-Deal sind Investoren aus Katar beteiligt, allerdings auf indirekte Weise. Im Fußball gibt es den sogenannten Financial Fairplay - das bedeutet, dass ein Verein nicht mehr Geld ausgeben darf, als er einnimmt. 

"Dieser Eigentümer von Paris St. Germain macht eine kleine Überweisung von 300 Millionen zu Herrn Neymar. So ist der Deal vom Tisch und Financial Fairplay bleibt ein Papiertiger."
Matthias Friebe, Sportjournalist

Aus diesem Grund zahlt nicht der französische Verein Paris St. Germain die Summe von 222 Millionen Euro, sondern Neymar selbst. Dafür wurde ihm wiederum ein Sponsorendeal über 300 Millionen von Qatar Sports Investment versprochen, damit er das offizielle Gesicht der WM 2022 wird. Qatar Sports Investment zählt zu den Eigentümern von Neymars neuem Verein Paris St. Germain.