Nach dem als finster und grausam geltenden Mittelalter ist die Renaissance der Aufbruch zu Neuem - in der Kunst und Wissenschaft und in eine neue Welt.

Es gilt als besonders grausam und finster, das Mittelalter. Militante Auseinandersetzungen und die Päpste bestimmen das Leben der Menschen. Die Inquisition verkörpert diese Sicht auf jene Zeit ganz besonders deutlich: Die Päpste gehen mit einem Netz an Denunzianten gegen Häretiker vor.

"In Rom wurde verkündet, was zu glauben war. Für abweichende Meinungen gab es keinen Spielraum. Kein Laien- oder Wanderprediger traute sich eine eigene Bibelauslegung zu verkünden, weil ihm dies den Vorwurf der Häresie, also der Verkündung einer abweichenden und somit falschen Lehre eingebracht hätte."
Matthias von Hellfeld, Historiker

Aber es gibt auch eine ganz andere Seite dieser Epoche. Die Menschen sind - wie auch wir gerade in der Weihnachtszeit - auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und auch die Suche nach etwas Neuem präge die damalige Zeit. So erklärt der Historiker Matthias von Hellfeld die gesellschaftliche Lage in Europa bis zum 14. Jahrhundert.

Aufbruchsstimmung

Ein neues Verständnis von Kunst gewinnt in der Renaissance Einfluss, die bis etwa zum Anfang des 17. Jahrhunderts andauert. Die Künstler der Antike werden wieder entdeckt - ihr Wissen und ihre Fertigkeiten weiterentwickelt.

"Forum Renaissance" hieß eine Veranstaltung von "Zeit für Wissen", einem Bildungsportal, das Interessierte zu seinen Kursen und Vorträgen in Köln einlädt. Das Forum fand statt am 24. und 25 Oktober 2014. Der Vortrag von Matthias von Hellfeld trägt den Titel: "Das politische Europa vor der Renaissance".

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