Vor gut einem Jahr ist Rezo mit seinem Video "Die Zerstörung der CDU" auch bei Menschen berühmt geworden, die nichts mit Youtube am Hut haben. Jetzt legt er nach mit seinem neuen Video: "Die Zerstörung der Presse".

Das neue Video von Rezo ist ungefähr eine Stunde lang und ihr könnt es hier sehen: Die Zerstörung der Presse. Oder ihr hört euch vorher an, was Deutschlandfunk-Nova-Reporter Michael Gessat von dem Rezo-Video hält. Er hat es sich angesehen und kommt zu dem Schluss: Nein, es geht nicht um eine komplette Zerstörung der Presse. Denn: "Eigentlich hat Rezo in seinem Video einen durchaus Presse-freundlichen Ansatz."

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Rezo sagt, dass es wahnwitzig viele Verschwörungstheoretiker im Netz und in den Social Media gebe. Darunter seien Prominente mit vielen, vielen Followern, die immer wieder irgendwelches Zeug raushauen, ungeprüfte Behauptungen, Lügen, kompletten Quatsch und so weiter. Sei es auf Facebook, Twitter, Youtube oder sonstwo.

Auf der anderen Seite gebe es auch Medien, die genau wie diese Verschwörungstheoretiker kompletten Unfug in die Welt rauspusten, sagt Rezo. Er spricht zum Beispiel von der Regenbogenpresse vom Bauer-Verlag oder den Springer-Medien mit ihrer Bild-Zeitung.

Abrechnung in fünf Kapiteln

In fünf Kapiteln vergleicht Rezo die Methoden von Verschwörungstheoretikern mit denen der unseriösen Presse, belegt mit Hunderten von Quellen und Beispielen. Es geht um Menschenfeindlichkeit, Kampagnen gegen Einzelpersonen, Falschbehauptungen und vieles mehr.

Michael Gessat fasst Rezo zusammen: Es gebe Medien, die sich zur Presse zählen und deren Macherinnen und Macher sich als "Journalisten" bezeichneten, in Wirklichkeit würden sie aber aus durchsichtigsten ökonomischen oder auch politischen Gründen vollkommen abstruse oder auch sehr perfide Lügen produzieren.

Rezos Appell an seriöse Medien

Von genau solchen Medien sollten sich seriöse Zeitungen distanzieren, fordert Rezo: "Seriöse Zeitungen, ihr habt 'ne große Verantwortung in der Sache. Damit man nämlich weiß, dass eure Standards höher sind, solltet ihr vielleicht klarer machen, dass ihr euch von diesen Assi-Zeitungen distanziert."

Denn durch das Zitieren dieser "Assi-Zeitungen" und das Verweisen auf ihre Berichte würde bei Leserinnen und Lesern der Eindruck von Nähe entstehen. Es müsste also eine schärfere Distanz geben, um zu demonstrieren, was tatsächlich verlässliche Informationen sind und was nicht.

"Seriöse Zeitungen, ihr habt 'ne große Verantwortung in der Sache. Damit man nämlich weiß, dass eure Standards höher sind, solltet ihr vielleicht klarer machen, dass ihr euch von diesen Assi-Zeitungen distanziert."

Das Video von Rezo wird durchaus ernst genommen. Julian Reichelt zum Beispiel, der Chef der Bild-Zeitung vom Springer-Verlag, wirft Rezo vor, nur schnelle Klicks und Likes einsammeln zu wollen und gar nicht zu wissen, was "Zerstörung" eigentlich bedeute.

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Andererseits, stellt Michael Gessat fest, habe Reichelt offenbar gar nicht das Video angeschaut: Rezo mache durchaus klar, dass es überhaupt nicht um Zerstörung gehe. Er sagt etwa: "Ich zerstöre in diesem Video gar nichts, sondern möchte Missstände herausarbeiten, um diese zu lösen." Denn ohne Vertrauen, Respekt und Glaubwürdigkeit bliebe am Ende nichts mehr von der seriösen Presse übrig.