Als Schauspieler hat sich Robert Gwisdek einen Namen gemacht, 2013 war er für den Deutschen Filmpreis nominiert. Die Schauspielerei ist Robert Gwisdek aber schon lange nicht mehr kreativ genug. 2009 zog er als Käptn Peng mit seinem älteren Bruder Johannes das Hip-Hop-Projekt Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi auf. Die Songtexte schwingen zwischen sinnbefreit und philosophisch tiefgründig. Jetzt hat Robert Gwiskek einen Roman veröffentlicht.

In "Der unsichtbare Apfel" dreht sich alles um Igor. Der Protagonist, ist schon als Kind merkwürdig. Igor glaubt falsch in der Welt zu sein.

"Mit fünf stellte Igor zum ersten Mal fest, dass er stattfand. Das erstaunte ihn. Gar nicht so sehr die Erkenntnis an sich sondern, dass es ihm vorher anscheinend nicht aufgefallen war."
Robert Gwisdek, "Der unsichtbare Apfel"

Vor acht Jahren entstand die erste Version von "Der unsichtbare Apfel". Robert Gwisdek schrieb einfach auf, was ihm in den Sinn kam. Jahre später gab er das Manuskript dem Lektor Martin Breitfeld. Der ermutigte Robert Gwisdek, einen Roman zu schreiben.

"Ich finde das Buch positiver als viele andere Bücher, weil er sich am Ende zu einer absoluten Selbstermächtigung aufschwingt (...), dafür muss er aber erst einmal knietief in diesem Wahnsinn stehen."
Robert Gwisdek, Schauspieler, Musiker und Schriftsteller, über seinen Protagonisten Igor

Als Erwachsener entschließt Igor sich zu einem Experiment: 100 Tage will er in einem dunklen, geräuschlosen Raum verbringen, quasi eine erzwungene Bewusstseinsveränderung. Danach beginnt für ihn eine mysteriöse Reise in sein Leben: Er begegnet seinen eigenen Kinder, sprechenden Tieren und geometrischen Formen. Robert Gwisdek kreist mit seinem Roman immer wieder um die Frage: Was ist Realität? Was ist Existenz?

"Igor ist ein Teil von mir, dem ich Ausdruck verliehen habe, weil er in der Musik nicht groß raus darf, weil er auch in der Welt nicht groß raus darf. Weil er wie ein kleiner Autist ist."
Robert Gwisdek, Schauspieler, Musiker und Schriftsteller

Mit seinem Roman wird Robert Gwisdek in den kommenden Wochen auf Lesereise gehen.

Mehr über Kaptn Peng & Die Tentakel von Delphi:

  • Jenni Zylka findet die Songtexte von Käptn Peng philosophisch fließend.