Ein Roboter der nach seinem Erfinder schreit, wenn er nicht mehr weiter weiß. Das ist die neue Fähigkeiten des Cobot. Und das soll die Zukunft sein? Vorerst ja.

Er sieht nicht gerade aus wie der Science-Fiction-Held aus einem Hollywood-Blockbuster. Der neue Roboter CoBot hat kein Gesicht, keinen Mund oder Hände. Anstelle des Kopfes besitzt er nur eine kugelförmige Kamera und darunter einen angewinkelten Touchscreen wie bei einem Fahrkartenautomat.

Autonomie bleibt eine Utopie

Seine Schöpferin Manuela Veloso von der Carnegie Mellon University forscht seit Jahren in der Königsdisziplin der Robotik. Dem mobilen, autonomen Roboter. Aber wirklich autonom zu sein, fällt den heutigen Robotern noch sehr schwer, vor allem in einer für Menschen gemachten Umgebung, die sich ständig verändert.

"Einen unbekannten Gegenstand zu greifen ist für Roboter noch so gut wie unmöglich."
Manuela Veloso, Forscherin an der Carnegie Mellon University

Roboter scheitern nach wie vor daran, Gegenstände wie eine Wasserflasche sicher von A nach B zu transportieren. Die übliche Strategie, um sie zu verbessern lautet: Mehr Technik. Mehr Gelenke. Mehr Sensoren. Für Manuela Veloso konnte es so nicht weitergehen.

"Nachts um drei hab ich mir gesagt: Vergiss es, Roboter werden nie alles alleine machen können."
Manuela Veloso, Forscherin an der Carnegie Mellon University

Zusammen ist man weniger allein

Deswegen ließ sie das Dogma der absoluten Autonomie hinter sich und setzt beim Cobot auf eine Symbiose zwischen Mensch und Maschine.

"Wenn Cobot irgendwo feststeckt, schickt er eine E-Mail an seine Entwickler."
Thomas Reintjes, DRadioWissen Reporter

Es klingt wie ein Schritt zurück, markiert aber die nächste Generation der Roboter. Eine möglichst autonom agierende Maschine, die sich aber nicht dafür zu schade ist, einen profanen Menschen um Hilfe bitten zu müssen.