Ist der Typ einfach nur durchgeknallt oder hat der eine Mission? Eins ist er auf jeden Fall: auf den ersten Blick gruselig - aber zugleich wahnsinnig interessant. Wir wollen mehr wissen. Romano, wer bist du?

"Romano geht gerade mega durch die Decke“, hört man in diesen Tagen öfter mal. Er ist wie aus dem Nichts aufgetaucht und auf einmal reden alle über ihn. Wir wollten wissen, warum, und haben mit ihm geredet. Der neue Hauptmann von Köpenick wird er oft genannt, und tatsächlich stammt er von dort. Sich selbst bezeichnet er aber gerne als Weltbürger.

"Köpenick ist so ein Platz, wo ich immer wieder gerne zurückkomme, mich reboote, das ist einfach Heimat."
Romano im Interview bei DRadio Wissen

Wie dereinst der Hauptmann von Köpenick scheint auch Romano eine Kunstfigur zu sein. Oder nicht? Vielleicht ist es Selbstmarketing, vielleicht aber auch Resultat seiner Sozialisation, wie er es selbst betont.

"Das, was ich jetzt mache, ist das, was ich in den letzten Jahren als Sozialisierung erlebt hab'."
Romano im Interview bei DRadio Wissen

Musikalisch und genretechnisch hat er nicht viel ausgelassen. Romano hatte Phasen mit Metal, Rap, Schlager, Techno und Drum'n Bass. Das Album "Jenseits von Köpenick" ist eine Mischung aus all dem - gewissermaßen.

Und wie kommt es, dass Romano schon so viele Stilrichtungen ausprobiert hat? Seine Freunde seien Schuld, sagt er. Sein Freund Erik zum Beispiel, war noch zu Mauerzeiten nach Westberlin abgehauen. Als sie sich zwei Jahre später, nach dem Mauerfall, wiedertrafen, war er Techno-DJ in den angesagten Clubs und nahm ihn mit in den Bunker, oder Tresor. Ein anderer Freund brachte ihn in WGs, in denen Iron-Maiden-Poster an der Wand hingen und Totenkopfaschenbecher auf den Tischen standen. Das war die Metal-Phase und zum Schlager kam er durch einen Zufall.

"Ich bin auf Klo verschwunden, hab mich neu parfümiert, hab die Haare neu gelegt und hab dann plötzlich den Gedanken gehabt: Es sind die Worte der Liebe."
Romano im Interview bei DRadio Wissen

Eigentlich wegen einer ganz anderen Sache stand Romano im Studio. Mit einem Kumpel hat er dann eine Schlager-Version aufgenommen, die der Plattenfirma gut gefiel. Ein paar Jahre später war er auf Tournee durch Thüringen und Sachsen.

Romano-Schlager wie "Halt mich" haben es nicht aufs neue Album geschafft. Warum eigentlich?

Anders das Lied "Klaps auf den Po". Track vier auf dem Album "Jenseits von Köpenick" - und auch hier bei DRadio Wissen zu hören.