Joburg oder Jozi sagen die Kenner. Johannisburg ist eine der lebendigsten und coolsten Städte im südlichen Afrika. Das findet unser Korrespondent Jan-Philippe Schlüter. Über viel Kultur, viel Sport und viel Weißwein.

Johannisburg liegt zwar nicht am Wasser - kein Meer, kein Fluss vor der Tür -, aber ist eine der lebendigsten und coolsten Städte des südlichen Afrikas. Das findet unser Korrespondent Jan-Philippe Schlüter. Joburg oder auch Jozi, wie die Kenner sagen, hat knapp eine Million Einwohner. Die Metropolregion zählt über vier Millionen Menschen. Damit ist die Stadt eine der größten im südlichen Afrika.

"Joburg ist wie Berlin. Kapstadt wie München."
Jan-Philippe Schlüter, Südafrika-Korrespondent

Die Südafrikaner seien ein sehr sportliches Volk, so Jan-Philippe. Vor allem Fahrradfahren - mit Rennrad und Mountainbike - sei das neue Golfspielen. "Hier gibt es eine große Radsportbegeisterung", sagt Jan-Philippe. Fußball, Rugby und Cricket gehören natürlich auch zu den beliebten Sportarten in Südafrika.

Wobei Jan-Philippe vor allem die Begeisterung für Cricket nicht nachvollziehen kann. Eher langweilig findet er das. Meist seien die Stadien leer. Da die Matches teils mehrere Tage dauern, verwundert das nicht. Aber die Südafrikaner sind trotzdem begeistert von Cricket. Sie schauen einfach zu Hause vor dem Fernseher - wenn es zeitlich gerade passt.

Aber Sport ist nicht die einzige Freizeitbeschäftigung. Es wird wohl auch gerne und viel Weißwein getrunken - am Wochenende auch schon ab elf Uhr.

1994 - die ersten freien Wahlen

Die radikale Trennung zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung gebe es nicht mehr, sagt Jan-Philippe. Aber ein ganz normales Alltagsverhältnis ohne Rassismus gebe es noch nicht.

1994 fanden die ersten freien Wahlen in Südafrika statt. Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten gewählt. Bis man ganz selbstverständlich miteinander im Alltag zusammenlebt, wird es noch eine Weile dauern. "Ein bis zwei Generationen", schätzt Jan-Philippe.