Weil er eine Terrororganisation unterstützt haben soll, die dem IS nahesteht, wurde der salafistische Prediger Sven Lau am Dienstag in Mönchengladbach festgenommen.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wirft Sven Lau vor, Islamisten nach Syrien an die Islamistengruppe Dschaisch al-Muhadschirin wal-Ansar (Jamwa) vermittelt zu haben. Sven Lau sei eine Anlaufstelle im Raum Düsseldorf für jeden gewesen, der sich dem bewaffneten Kampf anschließen wollte. Außerdem soll der 35-Jährige 2013 selbst nach Syrien gereist sein und dort Geld übergeben haben.

"Diesen fanatischen Hetzern machen wir klar: Der Rechtsstaat wehrt sich gegen Gewalt und Extremismus."
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger

Für die Behörden ist Sven Lau kein Unbekannter. So soll er schon 2011 versucht haben, über sein Netzwerk "Einladung zum Paradies" für extremistischen Salafismus zu werben. Außerdem arbeitete er für das Koranverteiler-Netzwerk "Lies!" und war Teil der sogenannten Scharia-Polizei, die 2014 mit Warnwesten bekleidet, Passanten in Wuppertal-Elberfeld aufforderte, die traditionellen islamischen Religionsgesetze einzuhalten.

"Lau gilt als einer der führenden Köpfe der salafistischen Szene in Nordrhein-Westfalen, der mutmaßlich viele junge Leute in den Extremismus gelockt hat."
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger