Sandalen, Flipflops, Birkis? Eigentlich egal. Auch einfache Sommerschuhe schaden den Füßen nicht. Nur wer sowieso schon Fußprobleme hat, könnte mit falschen Sommerschuhen noch schlechter dran sein.

Es ist Juni und damit höchste Zeit, Sommerschuhe unter die Lupe zu nehmen. Immer wieder beschäftigt uns das Gerücht, Sandalen, Flipflops und Birkis seien ungesund und könnten zu langfristig Schäden am Körper führen. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Rahel Klein hat mit Ärzten und Fußchirurgen darüber gesprochen.

Das fraglichste Modell: der Flipflop. Sehr flach, mit wenig Fixierung wird er zwischen dickem Zeh und Zeigezeh eingehängt. Er steht unter Verdacht, einen fiesen Ballenzeh zu verursachen.

Rahel Klein: "Für einen gesunden Fuß sind Flipflops völlig in Ordnung. Vor allem, weil wir sie nur wenige Wochen im Jahr tragen."

Wichtiger als die Schuhform ist das Material

In Billigflipflops aus Plastik stecken oft Weichmacher, Lösungsmittel und andere krebserregende Stoffe. Für ein paar Euro mehr gibt es ein vernünftiges Paar mit stabiler Sohle auch aus Leder oder anderen Naturmaterialien.

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Alternativen zu Flipflops bieten stabilere Sommerschuhe mit Fußbetten, so wie die Klassiker von Birkenstock. Ihr ergonomisch geformtes Fußbett ist allerdings standardisiert und passt nicht gleichgut an alle Füße. Fußchirurg Daniel Thull sagt: "Genauso wie nicht jede Hose passt, passt auch nicht jeder Schuh. Deshalb sind vorgefertigte Fußbetten mit Vorsicht zu genießen."

"Es können Druckstellen und Schmerzen entstehen - aber das hängt auch immer vom Fuß ab. Also muss es jeder selbst entscheiden. Wenn es keine Schmerzen gibt, ist es auch völlig ok."
Fußchirurg ​Daniel Thull​ über Sommerschuhe mit geformten Fußbetten

Daniel Kull sagt: Wer schon Probleme mit seinen Füßen hat, könnte mit schlechten Schuhen noch mehr Probleme bekommen. Diese könnten bisher nicht auftretende Schmerzen aktivieren. Was sie nicht machen: Schmerzen verursachen oder die Haltung der Füße ruinieren.

"Das einfachste und billigste Training für die Füße ist Barfußlaufen. Immer wenn es geht: Schuhe aus. Damit wir die Muskeln stärken."
Rahel Klein, Deutschlandfunk Nova

Unsere Reporterin warnt übrigens davor, morgens Schuhe zu kaufen. Denn die Füße schwellen im Laufe des Tages an. Lieber nachmittags in den Schuhladen, dann sind die Schuhe hinterher auch nicht zu klein.

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