Wer viel Alkohol trinkt, sollte regelmäßig Pausen einlegen. Dann nehmen die Nervenzellen weniger Schaden.

Unsere Nervenzellen sind unfassbar verletzlich, sagt Notfallmediziner Johannes Wimmer, und nehmen bei Alkoholkonsum schnell Schaden. "Wenn man da Alkohol drauf kippt und der verbreitet sich überall im Körper, macht er die Schutzummantelung der Nerven kaputt. Entweder gehen die Nervenenden kaputt, oder sie können nicht mehr richtig die Signale weiter leiten", erklärt Johannes Wimmer, "und das führt dazu, dass wir etwas verblöden können."

Zellen im Stress

Hinzu kommt, dass beim Abbau von Alkohol Giftstoffe entstehen, die der Körper wieder loswerden muss. Da haben die Zellen richtig Stress. "Das kann dazu führen, dass Proteine nicht mehr richtig gebaut werden oder Enzyme, Mikrosomen und Mikrotubuli nicht mehr richtig funktionieren. Das kann nicht nur bei zwei Zellen auftreten, sondern bei zig Millionen", warnt Johannes Wimmer.

"Die Dosis macht das Gift. Es ist wichtig, dem Körper Ruhe zu gönnen, dass er sich erholen kann. Unter der Woche gar kein Bierchen, gar kein Weinchen, keinen Hugo und keinen Piccolo trinken. Dann kann man am Wochenende auch entspannt trinken."
Johannes Wimmer, Arzt

Grundsätzlich gilt: Der Körper kann sich von dem ganzen Stress wieder erholen. Ein Beispiel dafür sind Alkoholiker, die aufhören zu trinken und sich allmählich wieder regenerieren. Es gibt aber auch irreversible Schäden, sagt Johannes Wimmer. Wenn bestimmte Teile des Gehirns in Mitleidenschaft gezogen wurden, kann das zu starker Vergesslichkeit führen oder die Persönlichkeit eines Menschen langfristig verändern.

Um das alles zu vermeiden, gibt es eine ganz einfache Empfehlung: In Maßen trinken und Alkohol-Pausen einlegen.