Ein Millionär aus den USA versteckt einen Schatz mit Gold und Juwelen. Tausende machen sich auf den Weg – ein Mythos entsteht um den Schatz von Forrest Fenn. Doch jetzt ist die jahrelange Suche zu Ende. Der Schatz wurde entdeckt.

Forrest Fenn war früher Kunst- und Antiquitätenhändler. Kurz nachdem bei ihm Krebs diagnostiziert wurde, kam der Millionär auf die Idee, der Nachwelt etwas hinterlassen zu wollen und vergrub einen Schatz. Und zwar so einen Schatz, wie man ihn sich vorstellt: eine bronzefarbene Schatzkiste mit Gold, Diamanten, Rubinen und Smaragden – im Wert von mindestens einer Million Dollar.

Schatzsucher suchen zehn Jahre lang

Hinweise darauf, wo er ihn versteckt hat, gab es nur in einem 24-zeiligen Gedicht. Leicht war es nicht, das Rätsel zu entschlüsseln. Über zehn Jahre lang machten sich etliche Schatzsucher auf den Weg, viele regelmäßig, mit System – doch alle scheiterten. Bis jetzt! Nun ist zu hören, dass jemand den Schatz von Forrest Fenn in den Rocky Mountains gefunden haben solle. Der Finder wolle aber anonym bleiben. Und damit bleiben auch ein bisschen die Zweifel daran, ob es den Schatz wirklich jemals gegeben hat.

Mit einem Ende der Schatzsuche muss man erst mal klarkommen

Die beiden Journalisten aus Österreich, Richard Haderer und Bernhard Vosicki, sind schwer enttäuscht. Wie viele andere hatten sie sich auch auf die Suche nach dem Schatz gemacht – und Hoffnungen auf das große Geld gehegt. Sie müssen auch erst einmal damit klarkommen, dass das alles jetzt vorbei ist. Auch, dass sie möglicherweise nur knapp gescheitert sind. Das ist das Gemeine an so einer Schatzsuche: die Ungewissheit. Bernhard Vosicki gibt zu, er sei vom Goldfieber gepackt worden.

"Ich war im Kopf noch nicht fertig damit. Und ich habe nicht nur einmal darüber nachgedacht, ach hättest du doch ein paar Meter nebenan gesucht. Goldfieber. Sowas lässt dich nicht mehr los."
Bernhard Vosicki, Journalist aus Österreich, der nach dem Forrest-Fenn-Schatz gesucht hat

Die beiden Journalisten berichten, dass es mitunter sehr gefährlich war, nach dem Schatz zu suchen. Die im Yellowstone Park lebenden Bisons seien noch das geringere Problem gewesen. Richtig Angst hätten sie vor den Grizzlybären gehabt.

Die Behauptung, dass es sich um einen riesigen Fake gehandelt habe, glauben sie nicht. Für einen Film haben sie mit Forrest Fenn gesprochen und sagen: "Wir haben ihn kennengelernt, wir glauben ihm." Die Geschichte sei so verrückt, die könne man sich nicht ausdenken.